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#337 FRAGEN FRAGEN FRAGEN
00:00:07
Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.
00:00:11
Wie, was? Das, meine Damen und Herren, ich weiß gar nicht, von wem ist denn das Lied?
00:00:21
Moose Tee. Von Moose Tee? Nee, von wem ist das? Also von wem, du weißt...
00:00:27
Das war bei irgendeiner Kinderserie am Anfang immer, oder?
00:00:30
Sesamstraße, oder?
00:00:31
Sesamstraße, weiß ich nicht. Oder? Egal. Kinderlied. Kinderlied ohne Urheber und ohne Urheberwächte.
00:00:41
Doch, das ist Sesamstraße.
00:00:43
Und damit herzlich willkommen zu einer Fragen-Spezialfolge Gemischtes Hack. Es war einfach mal wieder an der Zeit, Leute, dass ihr irgendwie euch ja mal wieder einbringen könnt und nicht immer nur mit euren fetten Ärschen.
00:00:55
Ihr sitzt ja einfach, ihr sitzt und lauft mit euren fetten Ärschen.
00:00:59
Macht nicht mit.
00:01:00
Ja, hier durch unser Land oder durch die ganze Welt mit euren fetten Ärschen und lasst euch hier berieseln. Aber nee, jetzt auch mal wieder ab an die Tafel und hier mal mithelfen.
00:01:13
Wir sind die ganze Zeit für euch im Content-Bergwerk und ackern da in 16-Stunden-Schichten zwischendurch mal so eine Karatze oder ein Babybell, aber nur die Schale dürfen essen.
00:01:22
Und ihr mit euren fetten Ärschen von unseren Hörern.
00:01:30
Ebenfalls, wir machen mal hier Fragen-Spezialfolge. Ich hab die eingeholt. Ist eigentlich mal interessant so, wenn wir quasi zeitgleich Fragen einholen würden und dann mal so alle Fragen nebeneinanderlegt, die so kommen, weil das natürlich auch Rückschlüsse auf die jeweiligen Follower zulässt.
00:01:49
Weißt du, was ich meine? Wir haben natürlich auf jeden Fall eine große Überschneidung. Du hast ja die Millionen immer noch nicht geknackt, peinlicherweise.
00:01:56
Nee, ich mach ja nichts mehr. Es sinkt jetzt auch, weil ich nichts mehr mache. Das wird ja von Meta gnadenlos bestraft, wenn man kein Content macht. Ich bin halt kaum noch bei Social Media oder wenig und ich muss mal wieder was posten.
00:02:10
Ja, Mark Zuckerberg ist sauer auf dich.
00:02:11
Ja, der ist sauer.
00:02:12
Wenn du den fragst, Tommi Schmitt, dann sagt er, komm, hau ab.
00:02:17
Ja, hau ab.
00:02:21
Jedenfalls, was schätzt du? Ich hab 1,2, du hast Berlin mit einer Millionen Follower. Was glaubst du, wie viele haben wir gemeinsam von denen?
00:02:29
Ich sag.
00:02:31
650?
00:02:33
Ich hätte jetzt auf Prozent gegangen.
00:02:35
Ja, sag mal.
00:02:37
Ich sag 66%.
00:02:42
Aber meine 66% sind ja viel mehr als deine 66%.
00:02:48
Achso.
00:02:50
Ich sag 640.000. Wir haben 640.000 gemeinsame Follower.
00:02:57
Kennst du Leute, die sich dazu gar keine Gedanken machen? Dann sag ich 639.
00:03:00
Ja, dann sag ich auch 640. Ganz faul.
00:03:08
Jedenfalls, wärs ja mal interessant, wir holen zeitgleich Fragen ein und dann legt man die mal so durcheinander, weil dann kann man ja, dann kann man quasi die doppelten Fragen rausschmeißen, das sind dann von unseren gemeinsamen Followern.
00:03:19
Und dann sieht man so, ok, welche Art Follower hat er Tommi, die was für eine Art Fragen stellen und welche hat er ich, die was für eine Art Fragen stellen.
00:03:26
Es geht immer viel um Penis und um Beziehung.
00:03:30
Pimmel, Beziehung.
00:03:31
Pimmel, Beziehungsstatus und Penisgröße.
00:03:33
Genau, und dann manchmal so, was weiß ich für Fragen, die ich wirklich hasse.
00:03:38
Oh, ich weiß, glaube ich, welche du hasst.
00:03:40
Sag mal.
00:03:40
Wenn du mich das fragst, muss ich's, oder war das eine rhetorische Frage?
00:03:44
Nee, aber.
00:03:45
Ich glaube, diese Fantasie-Fragen, diese, würdest du lieber gegen 60 Enten oder zwei Stegosaurusse kämpfen?
00:03:52
Du würdest lieber gegen, sag ich mal, 80 Enten kämpfen, die aber alle aussehen wie kleine Elefanten oder gegen neun Elefanten, die so aussehen wie Enten?
00:04:01
Die Prämisse hasse ich schon bei Stand-up-Comedy, wenn jemand auf die Bühne geht und du merkst, die Geschichte hat er sich einfach gerade ausgedacht.
00:04:07
Ja.
00:04:08
Aber nicht das Gute ausgedacht, sodass man merkt, das ist Programm, ich will jetzt mal über die Bahn reden, sondern ich bin eben auf dem Weg hierhin, saß ich in der Bahn.
00:04:16
Nee.
00:04:17
Also du lügst mich doch jetzt schon an.
00:04:18
Ja, ja.
00:04:19
Du kommst hier in den Raum und lügst.
00:04:21
Wenn du aber die Prämisse hast, ey, ist euch einer aufgefallen in der Bahn, oft passiert mir das, das.
00:04:25
Das ist eine andere Prämisse.
00:04:26
Aber so dieses eben gerade.
00:04:29
Da sag ich, ich fahr nach Hannover, Hannover.
00:04:32
Wobei ich schon oft probiere, ein Set anzufangen mit irgendwas, was jetzt gerade, also genau jetzt gerade im Raum ist oder was wirklich gerade war.
00:04:42
Weil das schafft manchmal.
00:04:43
Nee, das ist ja was anderes, aber das stimmt dann ja.
00:04:46
Das ist ja wahrhaftig.
00:04:46
Aber wenn jemand quasi eine Prämisse aufbaut, die ja jeden Abend aber immer wieder das so bezieht auf den hierhin Weg oder eben hat mich meine Mutter noch angerufen.
00:04:55
Ja genau, darauf baust du jetzt dein ganzes Bit auf, ist klar.
00:04:59
Was für ein Zufall.
00:04:59
Genau, zufällig auf den Anruf von einer halben Stunde geht jetzt zwölf Minuten.
00:05:03
Ja, das mag ich nicht.
00:05:05
Das gefällt mir nicht.
00:05:05
Was ich auch gar nicht mag bei Stand-Up ist so, wenn Leute irgendwas sagen, also Comedians irgendwas sagen und dann wichtig für wie der Witz weitergeht ist, wie das Publikum darauf reagiert.
00:05:20
Weißt du so, ich bin ja.
00:05:23
Oh nein, in die Stille, der guckt schon wieder komisch.
00:05:26
Ja genau.
00:05:28
Ich bin ja Juristin.
00:05:29
Ah ja klar, hier in Berlin merkt man direkt.
00:05:32
Und es ist nichts passiert.
00:05:34
Nichts.
00:05:34
Das Publikum hat dir aufmerksam und freundlich zugehört.
00:05:38
Lass diese Leute in Ruhe.
00:05:39
In der Hoffnung, dass von alleine was Lustiges kommt.
00:05:42
Ja, ja, ja.
00:05:42
Und dann baut alles auf eine Reaktion auf, die nicht gekommen ist.
00:05:46
Hier so ein Comedian hat sogar gesagt, ich fahr ja neulich mein Auto tanken.
00:05:50
Oh ja, merke ich schon.
00:05:50
Darf man gar nicht mehr sagen heutzutage, dass man auch sein Auto tankt.
00:05:53
Ja, heutzutage fallen es ja alle nur noch E-Autos.
00:05:55
Und es ist nichts passiert im Publikum.
00:05:57
Es war komplette Stille.
00:05:59
Und dann geht es auf einmal ein ganzes Bit darum,
00:06:04
warum das Publikum so reagiert hat.
00:06:05
Aber es hat ja gar nicht reagiert.
00:06:07
Das ist so schlimm.
00:06:08
Das macht mich irre.
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Oder wenn es noch schlimmer ist, wenn du so einen komplexen Reinrufer brauchst,
00:06:14
um 10 Minuten weiterzumachen.
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Eindeutig merkst du, der ist gebaut.
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Wo macht ihr mal oder ruft mal einen?
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Norderney?
00:06:20
Da war ich ja mal.
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Und dann kommst du 10 Minuten über Norderney und denkst so,
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da hat niemand Norderney angerufen.
00:06:24
Niemand hat Norderney gesagt.
00:06:25
Alle so Mallorca, Sardinien, Juist.
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Juist, das klingt ja mit UI immer.
00:06:33
Ich hab jetzt gut reden, ich bin kein Stand-Upper.
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Aber trotzdem, diese Dinge sind ja inhaltlich dann oft gut.
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Man muss es nur ein bisschen anders bauen.
00:06:39
Ich hab ja Sachen geschrieben.
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Du musst ja nur quasi die Prämisse nicht mehr auslagern.
00:06:44
Du kannst das Bit ja trotzdem genau so machen.
00:06:46
Ja, du musst dich einfach.
00:06:48
Du brauchst Freunde, die dir das sagen.
00:06:50
Genau, du musst einfach anders da hinkommen.
00:06:51
Jetzt aber die Frage.
00:06:52
Ihr sitzt ja oft genug oder saßt.
00:06:54
Ne, sitzt immer noch.
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Backstage dann alle zusammen.
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Dann ist ja eigentlich, wie ich so diese Stand-Up-Welt kennengelernt hab,
00:07:01
alle so, guck mal, er wieder.
00:07:03
Man kommt raus, man kommt zurück und alle, boah, mega, geil.
00:07:06
Echt?
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Manchmal ist es doch so, oder?
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So dieses super gemacht und so.
00:07:12
Ist das nicht mehr so?
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Sagt man sich da auch kritisch manchmal, ey, da musst du das machen,
00:07:17
mach den da mal so zu?
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Das ist nicht so einfach.
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Also Feedback gebe ich eigentlich nur Leuten, die mich nach Feedback fragen.
00:07:27
Das finde ich schon mal gut.
00:07:30
Oder Leuten, von denen ich weiß, dass die offen für sowas sind.
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Also wenn Filiz auf der Bühne steht, dann höre ich mir das immer an.
00:07:42
Und Filiz inspiriert mich immer total.
00:07:44
Ich hab dann, wenn ich ihr Material höre, voll auf die Ideen.
00:07:46
Ah, da könnte man vielleicht noch das sagen.
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So Tag-Ideen nennt man das.
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Und ich frag sie halt noch mal, hast du Lust auf ein paar Notes?
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Macht sie auch bei mir.
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Aber bei so wildfremden Comedians, da wird gar nichts gefeedbackt.
00:08:02
Stimmt eigentlich, weil ich wollte eigentlich gerade darauf hinaus,
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dass man sich dann mal sagt.
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Ich frag dann einfach, wie war's, war gut, hat Spaß gemacht?
00:08:07
Hat's dir gefallen? So ganz toxische Fragen.
00:08:10
Nee, aber eigentlich, ich wollte ja darauf hinaus,
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eigentlich müsste man dann sagen, mach doch so und so,
00:08:13
aber du hast schon recht, das ist eigentlich übergriffig.
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Nee, ist scheiße, nicht machen.
00:08:18
Leute müssen mich schon wirklich fragen.
00:08:21
Und wenn ich dann nichts Nettes zu sagen hätte,
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gerade bei so Newcomern, dann sage ich meistens so,
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ich glaube, das ist noch gar nicht wichtig, wie ich das jetzt fand.
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Ich glaube, es ist einfach wichtig, dass du viel auftrittst.
00:08:33
Ja.
00:08:34
Also weil du bist noch viel zu früh für Feedback.
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Weißt du, so Feedback, du machst erst mal 150 Auftritte,
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und dann wirst du schon ein paar Sachen selber merken.
00:08:44
Da weiß man ja, wenn man ein bisschen clever ist,
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weiß man schon, was du damit sagen willst.
00:08:47
Ja, aber es ist manchmal, weil am Anfang kann man das
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manchmal noch gar nicht sagen.
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Am Anfang ist es einfach so, das kann man noch gar nicht bewerten,
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weil das ist es so dermaßen gar nicht.
00:09:00
Also es ist jetzt nicht so, als würde der Koch rauskommen
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und fragt, wie schmeckt's, und du würdest sagen,
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koch noch so, so 50 Mal will ich noch kochen.
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Genau, koch noch mal ein bisschen.
00:09:10
Ich sag dann eher so undeniable Sachen,
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so wie sprich mal ein bisschen lauter,
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oder halt mal das Mikro nicht so, iss mal nicht das Mikro,
00:09:21
lass mal ein bisschen weiter runter.
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Also eher so offensichtliche Sachen.
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Aber dann so inhaltliches, detailliertes Feedback,
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das macht meistens keinen Sinn so früh.
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Mikro-Halt-Technik bei Stand-Up, ist das eigentlich,
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basiert das mehr auf, was ja völlig okay ist,
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seine Helden zu imitieren, wie die das machen,
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oder hat das viel auch mit Bequemlichkeit einfach zu tun?
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Wie meinst du?
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Naja, manche halten das Mikro ja eindeutig wie,
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keine Ahnung, wie jetzt Bill Burr, oder wie jemand,
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oder machen andere Sachen, oder stellen irgendwo so ein Tresen hin,
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wie Ricky Gervais, ich weiß nicht.
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Und manche halten das Mikro auch immer anders,
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weil es ist glaube ich einfach je nach Bequemlichkeit.
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Hast du da irgendwie, hast du andere angeguckt,
00:09:58
wie du das hältst, oder hat sich das bei dir selber so rauskristalliert?
00:10:00
Ey, ich hab mich selber angeguckt, wie ich fande, dass es cool aussieht.
00:10:03
Ah, okay.
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Ich find, man kann ein Mikro schon so halten,
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dass es richtig scheiße aussieht.
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Es gibt grad so Männer, das hier ist das Mikro,
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und die dann so die Faust so abklappen, so.
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Ja, so nach vorne.
00:10:18
So sieht es ganz komisch aus.
00:10:20
Oder die ist so zu dick irgendwie halten.
00:10:23
Das ist das Gefühl, wenn du auf einer Hantelbank liegst,
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mit Kurzhanteln, und dann hast du die nicht richtig gegriffen,
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und dann hast du die Hände auch so, kennst du das?
00:10:29
Ja, ja, ja.
00:10:29
Und du weißt, hab ich jetzt grad so wenig Kraft,
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oder muss mein Handgelenk das komplett ausgleichen?
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Ich müsste eigentlich so.
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Und regelmäßige Hörer wissen, ich hab immer so ein Schure-Kabelmikro,
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und unter anderem mag ich das,
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weil das sehr leicht und dünn und filigran ist.
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Und das kannst du zum Beispiel so halten, einfach nur.
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So zwischen Daumen und Zeigefinger.
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Und dann hast du hier die ganze Hand zum Gestikulieren noch quasi mit frei.
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Hast du zwei Hände zum Gestikulieren fast.
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Und, ja.
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Aber ist ganz interessant,
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dass wir grad so über Comedy reden, zufällig.
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Weil ich hatte eine Frage bekommen,
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und damit starten wir jetzt rein in die große Hack-Spezial-Fragen-Folge.
00:11:08
Bitte.
00:11:10
Hat mich jemand gefragt,
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ob Crowdwork die Königsklasse von Stand-Up ist.
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Und die Frage gebe ich jetzt einfach erstmal an dich weiter.
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Also das Wording kommt genau so.
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Ist das die Königsklasse von Stand-Up?
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Also muss man es nochmal kurz erklären,
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Crowdwork, eigentlich ist es schon das, was du sagst.
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Wir sind hier niedrigschwellig, es kommen immer neue Leute dazu.
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Du stehst auf der Bühne als Comedian und quatschst mit dem Publikum
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und nutzt auch das, was die sagen in der Interaktion mit dir,
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als Programm, als Inhalt.
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Der Klassiker ist so, seid ihr ein Pärchen?
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Guck mal, sie sagt ja, er sagt nein.
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Da geht es ja gut los.
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Das ist eigentlich Crowdwork, wenn du es so willst.
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Naja, das ist halt die niederste und erbärmlichste Form von Crowdwork.
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Aber Crowdwork heißt im wahrsten Sinne des Wortes
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einfach Interaktion mit dem Publikum
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und damit halt probieren, lustig zu sein.
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Genau. Und ich finde, durch Instagram ist es halt so,
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also ich fand das immer,
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früher, als ich so angefangen habe, so etwas zu schauen,
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unabhängig, bevor es Social Media gab und so,
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und live Comedy geguckt habe und so,
00:12:13
fand ich immer, das war die Königsdisziplin.
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Weil das ja wirklich Spontanität benötigt.
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Und ich fand das immer wahnsinnig krass,
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wie schnell manche Leute sind und so.
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Wie schnell im Kopf meinst du, ja.
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Und wie gut das funktioniert und ohne,
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dass es irgendwie wirkt, als würden die gerade über einen Gag nachdenken.
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Durch Social Media, das liegt natürlich an meinem Klickverhalten
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und dem Algorithmus dahingehend,
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ist es so ein bisschen inflationär geworden, finde ich.
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Dadurch siehst du fast, also ich freue mich mittlerweile,
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wenn ich Bits sehe, ganz normale.
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Material, Material.
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Wo jemand Material hat,
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wo jemand von seiner letzten Flugreise berichtet,
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von seinen Therapiesitzungen, von warum Igel
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die geilsten Tiere der Welt sind, keine Ahnung.
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Und mittlerweile ist es sehr viel
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Crowdwork einfach nur zu sehen.
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Aber jetzt natürlich wieder die Frage, Social Media,
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sind die Leute daran schuld?
00:13:00
Oder ich, weil ich das mal angeklickt habe,
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erst, weil ich es geil fand und dann wegen Hatewatching
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und dann nur noch, können die Leute ja auch nichts für.
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Aber ich finde, es ist so ein bisschen,
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von meinem Gefühl her ist es ein bisschen inflationär geworden.
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Trotzdem ist es natürlich super schwer.
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Insofern Königsdisziplin, die Frage zählt ja ein bisschen darauf ab,
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ist es das Schwerste so, ne?
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Wahrscheinlich, ja.
00:13:19
Und das ist es ja wahrscheinlich auch.
00:13:21
Nee, ist es nicht.
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Crowdwork, also gutes Crowdwork ist wirklich richtig gut.
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Also das ist total geil.
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Und Crowdwork hat in der Regel,
00:13:31
also einen guten Crowdwork-Moment zu haben,
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ist meistens in einem Set der größte Lacher.
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Wenn du so quasi, weil die Leute merken,
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das ist aus dem Moment, das kriegen gerade nur wir,
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das ist nicht Material, das ist gerade nur für uns
00:13:44
und nur wir verstehen das hier gerade
00:13:46
in diesem Kontext dieser Show und bla bla bla.
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Callback ist meistens sehr gut im Crowdwork, ne?
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Ja, also im Optimalfall kannst du ja mehrere Leute Crowdworken
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und die dann miteinander verbinden
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und so, also so ne, wenn du das geil machst,
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dann kriegst du da schon wirklich krass,
00:13:59
also kann man schon krasse Momente kreieren und so.
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Also Crowdwork an sich ist auf jeden Fall,
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gutes Crowdwork ist wirklich gut.
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Als Comedian selber ist es so zum Gucken
00:14:12
meistens nicht so spannend,
00:14:13
außer bei so ganz wenigen,
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die es wirklich so herausragend gut machen,
00:14:17
weil es am Endeffekt ist wie,
00:14:20
also man kann das lernen, ja?
00:14:21
Und dann ist es irgendwie so wie ein Zaubertrick,
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von dem man weiß, wie er funktioniert
00:14:26
und dann ist es einfach nicht mehr so beeindruckend,
00:14:28
aber man kann das irgendwie anerkennen und so.
00:14:30
Dann gibt es manche Leute,
00:14:31
die können das wirklich auffallend gut,
00:14:35
aber ich würde es definitiv nicht
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als die Königsklasse bezeichnen.
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Die Königsklasse bei Stand-Up in meinen Augen
00:14:42
ist wirklich einfach gutes,
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reproduzierbar funktionierendes Material.
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Also das unbenommen,
00:14:50
ich dachte es zieht wirklich so ein bisschen darauf ab,
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was auf der Bühne, was so,
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also das Material ist ja ein bisschen im Vorfeld,
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passiert ja im Vorfeld,
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also dieses alte Rudi Carell Ding,
00:15:01
wenn du einen Ass aus dem Ärmel schütteln willst,
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musst du vorher so reinduben.
00:15:06
Und das ist ja,
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wenn du auf die Bühne gehst,
00:15:09
hast du ja das Material schon vorbereitet.
00:15:10
Ich dachte es zieht so ein bisschen darauf ab,
00:15:11
was auf der Bühne so anhand von Darstellung,
00:15:14
weil da bin ich bei dir,
00:15:15
gut reproduzierbar vor allem wichtig
00:15:17
und gute Beobachtungen einfach,
00:15:20
die noch nicht da gewesen sind.
00:15:21
Wenn jemand innovativ ist,
00:15:22
das finde ich so geil.
00:15:23
Das kann auch eine innovative Sprechart sein,
00:15:25
aber irgendwas, was sich absetzt,
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was noch nicht da gewesen ist.
00:15:28
Und was es vielleicht auch noch,
00:15:30
also was es auch noch so ein bisschen entzaubert,
00:15:32
ist so,
00:15:33
wenn man halt selber lange auf der Bühne steht,
00:15:36
dann weiß man das,
00:15:38
wenn man viel auftritt
00:15:39
und halt entsprechend viel auch Crowdwork macht
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mit den Leuten und so,
00:15:45
dann,
00:15:46
selbst so spontane Momente,
00:15:48
irgendwann hat man alles mal erlebt
00:15:50
auf eine Art und Weise,
00:15:51
sodass du dann Sachen einfach irgendwann mal
00:15:54
auf einem Crowdwork-Moment
00:15:55
wirklich spontan das erste Mal gesagt hast
00:15:57
und dann merkst du,
00:15:58
okay, das funktioniert
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und das speichert man sich dann so ab im Kopf
00:16:02
und das ist dann auf eine komische Art und Weise abrufbar,
00:16:04
wenn man dann das nächste Mal beim Crowdwork
00:16:06
wieder in so einer ähnlichen Situation ist.
00:16:08
Und dann denkt man sich immer,
00:16:08
wunder wie schnell diese Person im Kopf ist,
00:16:11
aber nee,
00:16:11
das war irgendwann mal spontan,
00:16:13
aber das liegt jetzt einfach im Repertoire.
00:16:16
Weißt du, du stellst eine Frage,
00:16:17
dann antwortet irgendwann jemand das
00:16:18
und dann hast du auf einmal so
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ultraschnell eine geile Antwort.
00:16:22
Und das hast du dann zu so ganz vielen Themen
00:16:24
und irgendwann bist du dann so richtig schwer bewaffnet
00:16:28
mit so spontanen Sachen,
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die irgendwann mal auch wirklich spontan waren,
00:16:31
aber die du jetzt einfach in so einem Repertoire hast.
00:16:33
Das ist ein bisschen wie das gleiche Prinzip Gags schreiben,
00:16:35
woher ich herkomme,
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so Gags fürs Fernsehen schreiben
00:16:38
oder sonst wie schreiben,
00:16:38
also klassische Pointen schreiben.
00:16:40
Da fragen ja auch Leute,
00:16:40
die damit nichts zu tun haben,
00:16:41
ey, wie geht das überhaupt?
00:16:43
Und das ist ja auch ein Baukastenprinzip,
00:16:44
der immer besser und größer wird,
00:16:46
Rucksack voll mit Handwerkskram.
00:16:51
Je mehr du machst,
00:16:52
also das ist wirklich so ein Handwerksding.
00:16:54
Also ich mache es,
00:16:54
bei Coop HTS mache ich immer so ein Intro am Anfang,
00:16:57
so ein Comedy Intro,
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was ich dann immer schreibe zu dem Spieltag
00:17:00
und das geht auch,
00:17:02
das mache ich 20 Minuten,
00:17:04
schreibe ich das mittlerweile.
00:17:05
Einfach so, weil das einfach so bam, bam,
00:17:06
das ist einfach in der Birne.
00:17:08
Und wenn du dann eine Sommerpause hast,
00:17:09
dann brauchst du wieder länger.
00:17:11
Dann bist du wieder,
00:17:11
ah nee, wie war nochmal diese,
00:17:13
welcher Witz würde denn funktionieren und so.
00:17:15
Und das ist wirklich so,
00:17:16
so nicht strange,
00:17:18
sondern lustig, wie Training.
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Ja genau,
00:17:20
das ist ein Muskel,
00:17:20
den man trainieren muss.
00:17:21
Ich habe ja früher zum Beispiel
00:17:22
noch richtig viel moderiert.
00:17:24
Also ich hatte schon in Marburg,
00:17:26
hatte ich mit meinem heutigen Fotografen
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Marvin Ruppert zusammen eine Show,
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die ich moderiert habe,
00:17:30
als ich mit Standard 44 auf Tour war,
00:17:32
habe ich immer moderiert
00:17:33
und auch immer viel Crowdwork gemacht.
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Und zu der Zeit war ich halt auch so wirklich
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so ultra bulletproof.
00:17:37
Da kannst du dich auf die Bühne stellen,
00:17:39
Crowdwork, irgendwas passiert immer.
00:17:40
Die ersten 15 Minuten,
00:17:42
komplett unvorbereitet auf die Bühne.
00:17:43
Ich kriege jeden Raum erstmal zum Kochen
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und dann kommen die Comedians raus.
00:17:48
Und jetzt zum Beispiel,
00:17:49
ich habe das wirklich lang nicht gemacht.
00:17:51
Früher habe ich das sogar bei meinen Soloshows,
00:17:52
hatte ich immer noch ein Crowdwork Teil.
00:17:54
Das habe ich dann irgendwann rausgeschmissen,
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als die Venues zu groß wurden,
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weil irgendwann geht es nicht mehr,
00:17:59
wenn so aus der 88. Reihe,
00:18:02
hinten Oberrang jemand was ruft,
00:18:04
das verstehst du nicht mehr.
00:18:05
Dann hast du so, was, was?
00:18:06
Aber in so kleinen,
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teiten Räumen funktioniert das gut.
00:18:10
Aber ich muss auch sagen,
00:18:11
ich kann das,
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ich habe das länger nicht gemacht.
00:18:13
Länger nicht moderiert,
00:18:14
bin ganz ehrlich.
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Und ich müsste mich da jetzt auch erstmal
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wieder reinarbeiten.
00:18:18
Super interessant.
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Aber was spannend ist vielleicht für die Leute,
00:18:21
warum,
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falls ihr euch mal gefragt habt,
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warum gibt es so viele Crowdwork-Videos
00:18:25
so auf Social Media?
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Das hat einen ganz einfachen praktischen Grund.
00:18:30
Und zwar als Comedian ist ja dein,
00:18:32
dein Material ist ja dein Asset.
00:18:34
Das ist ja das Wertvollste, was du hast.
00:18:36
So.
00:18:37
Und wenn du quasi irgendwie
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Bekanntheit generieren willst,
00:18:41
so da musst du ja auf Social Media
00:18:43
heutzutage den Leuten irgendwie zeigen,
00:18:44
ey, ich bin lustig.
00:18:46
Und wenn du das immer mit deinem Material machst,
00:18:49
und das,
00:18:49
dann geht es im besten Fall,
00:18:50
geht es dann viral.
00:18:51
Ja.
00:18:51
Aber dann hat halt auch jeder den Joke gesehen.
00:18:53
Und dann kannst du den live nicht mehr machen.
00:18:55
Ja.
00:18:55
Das heißt, dein Material ist verbrannt.
00:18:57
Das ist bei Crowdwork nicht so.
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Bei Crowdwork ist so,
00:18:59
das sind ja Momente,
00:19:00
die sind nur in diesem Moment hier so.
00:19:02
Das hat nichts mit deinem Material zu tun.
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Die kannst du einfach so posten,
00:19:05
kannst damit zeigen,
00:19:06
dass du witzig bist,
00:19:07
ohne dass dir Material verloren geht.
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Das ist eigentlich ein Zaubertrick,
00:19:10
weil wenn ihr das nicht hättet,
00:19:11
ihr Comedians,
00:19:13
dann müsstet ihr eigentlich,
00:19:14
wie alle anderen Leute,
00:19:15
die irgendwie Comedy, Entertainment im Internet machen,
00:19:17
alles for free machen
00:19:19
und anders versuchen Geld zu verdienen.
00:19:21
Also ob Leute jetzt lustige Tweets schreiben
00:19:23
oder Sketch, also Sketche.
00:19:25
Das ist ja eh,
00:19:26
man hat ja so eine Haltung plötzlich
00:19:27
zu Comedy und Entertainment in Social Media.
00:19:30
Man hat ja so eine Erwartung,
00:19:31
alles ist umsonst.
00:19:32
Eigentlich müsste ja immer jeder,
00:19:34
der bei TikTok oder Instagram
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einen guten Sketch sich überlegt,
00:19:37
sind ja fantastische Sachen dabei,
00:19:39
müssten eigentlich kurz vor der Pointe,
00:19:40
das wäre natürlich eklig.
00:19:44
Aber man hat sich schon so daran gewöhnt,
00:19:46
dass Dinge einfach,
00:19:47
dass Pointen als Text basiert,
00:19:48
einfach umsonst sind
00:19:49
und sobald dann aber jemand irgendwie versucht,
00:19:52
das ist echt,
00:19:53
Werbung zu machen
00:19:54
oder irgendwas, um Geld zu verdienen.
00:19:57
Also ich finde es super schwer gerade.
00:20:00
Wie würdest du jetzt auch so,
00:20:01
wenn du jetzt schon,
00:20:02
du wärst so ein lustiger Sketch-Typ.
00:20:05
Das ist ja,
00:20:05
diese Wertschöpfung ist ja wirklich so geworden,
00:20:07
die Leute machen halt Comedy
00:20:09
for free,
00:20:10
machen ihre Pointen for free,
00:20:11
ihre Sketche
00:20:12
und machen dann irgendwann
00:20:13
so klassisches Influencer-Dings.
00:20:17
Und wenn man sich überlegt,
00:20:18
dieses Influencer-Dings
00:20:18
stirbt vielleicht irgendwann,
00:20:20
keine Ahnung,
00:20:20
weil es zu viel KI gibt
00:20:22
im Internet,
00:20:22
Social Media bricht zusammen.
00:20:24
Vielleicht sorgt das auch wieder dafür,
00:20:25
dass die Leute dann wieder mehr so Sketche,
00:20:28
dass es dann wirklich im Fernsehen zu sehen
00:20:30
oder hinter Paywalls bei Twitch
00:20:31
oder auf Websites auf eigenen,
00:20:32
keine Ahnung,
00:20:33
oder YouTube.
00:20:34
Ja, das ist wirklich schwer zu monetarisieren.
00:20:36
Also, wenn mir so mehrmals,
00:20:40
also mehrmals ein und dieselbe Person
00:20:43
mit lustigen Sketches bei Instagram
00:20:45
oder sowas auffällt,
00:20:47
so oder ich wirklich,
00:20:48
ey, es ist wirklich konstant lustig.
00:20:50
Ich schreibe voll vielen dann einfach,
00:20:52
ey, ist geil, was du machst.
00:20:53
Schon mal drüber nachgedacht,
00:20:54
Stand-up zu machen.
00:20:55
So, ich probiere mal Leute dann
00:20:56
zu Stand-up zu ermutigen,
00:20:57
weil Live-Comedy einfach geil ist
00:21:00
und jeder lustige neue Mensch
00:21:02
ist einfach gut für die ganze Szene so.
00:21:05
Und es ist halt ganz blöd,
00:21:06
auch eine Art,
00:21:07
also eine Möglichkeit,
00:21:09
das zu monetarisieren.
00:21:10
Also genau wie du sagst,
00:21:11
es gibt keine Möglichkeit,
00:21:13
das zu monetarisieren.
00:21:14
Außer wenn du irgendwie halt
00:21:15
auf Live-Tour gehst.
00:21:16
Dann können die Leute Tickets kaufen.
00:21:17
Dann kannst du halt irgendwie so
00:21:18
lustige T-Shirts oder Merch
00:21:19
oder sowas verkaufen.
00:21:21
Aber das sind alles keine Sachen
00:21:22
in der Regel,
00:21:23
von denen man leben kann.
00:21:24
Und dann muss man auf einmal
00:21:25
Werbung machen
00:21:26
und dann ist auf einmal
00:21:26
sowas ganz anderes.
00:21:28
Also das ist,
00:21:29
das ist schwer zu monetarisieren.
00:21:31
Weil früher war es ja eben
00:21:32
in der Zeit vor Social Media,
00:21:33
da hat irgendjemand dich
00:21:34
auf einer Bühne irgendwo gesehen,
00:21:36
auf einer freien Bühne
00:21:36
oder du hast eine Kassette eingeschickt,
00:21:38
dann kam der Sat.1-Manager
00:21:39
und hat gesagt,
00:21:40
hier ist deine Sketch-Sendung
00:21:41
und da ist dein Geld,
00:21:42
deine Gage.
00:21:43
Und das fällt dir einfach
00:21:44
komplett weg.
00:21:45
Jetzt ist ja,
00:21:45
aber um Reichweite zu generieren,
00:21:47
musst du halt for free lustig sein
00:21:49
im Internet.
00:21:49
Und deswegen ist dieses
00:21:50
Crowdworking eigentlich ziemlich
00:21:52
gut to have for you.
00:21:54
Ja genau,
00:21:54
das ist ein total dankbares Ding halt,
00:21:57
weil du kein Material verproverst
00:21:58
und trotzdem zeigen kannst,
00:21:59
dass du witzig bist.
00:22:00
Aber es ist halt auch,
00:22:02
du hast alles schon tausend Mal gesehen.
00:22:04
Dadurch, dass das halt alle dann machen,
00:22:06
das hat ja im Wesentlichen
00:22:07
angefangen mit Matt Reeve
00:22:09
aus den Staaten.
00:22:10
Ne eigentlich,
00:22:10
mit Andrew Schulz.
00:22:11
Eigentlich hat es mit Andrew Schulz
00:22:12
angefangen,
00:22:13
das ist so ein Comedian aus New York,
00:22:15
ein absolutes Marketing-Genie.
00:22:16
Und der kann wirklich herausragend
00:22:19
gutes Crowdwork.
00:22:21
Und der hat,
00:22:22
der hat damit angefangen,
00:22:23
mit so Crowdwork.
00:22:24
Also einfach jedes,
00:22:25
jeden Auftritt auf Open Mics
00:22:28
und so von sich gefilmt,
00:22:29
immer Crowdwork,
00:22:31
Crowdwork-Teil drin gehabt.
00:22:32
Und daraus einfach immer das Beste gepostet,
00:22:34
gepostet, gepostet.
00:22:35
Das ist dann irgendwann,
00:22:36
der Nächste, der das gemacht hat,
00:22:37
war Matt Reeve,
00:22:37
der ist damit auch richtig groß geworden.
00:22:39
Und dann kam es irgendwann nach Deutschland.
00:22:40
Dann hat irgendwie,
00:22:41
haben alle Comedians damit angefangen,
00:22:43
das auch zu machen,
00:22:43
weil das halt die schon genannten Vorzüge hat.
00:22:47
Aber es waren dann auf einmal so viele,
00:22:49
dass das Crowdwork-Thema dann auch irgendwann so,
00:22:51
boah,
00:22:52
ja jetzt der Nächste,
00:22:53
der irgendwie Crowdwork-Videos macht.
00:22:54
Und du hast ja natürlich...
00:22:55
Und halt,
00:22:55
voll oft ist es auch nicht,
00:22:58
also oft ist auch so ein bisschen,
00:23:00
dann posten die Leute einfach so Videos,
00:23:02
wo zwar irgendjemand lacht,
00:23:03
also wo dann das Publikum lacht,
00:23:05
aber der Comedian ist dann gar nicht mehr verantwortlich
00:23:07
für den Lacher.
00:23:07
Es dann sagt einfach die angesprochene Person
00:23:09
irgendwas komisches oder so.
00:23:11
Also es muss schon trotzdem auch noch irgendwie
00:23:12
ein guter Joke irgendwo zu sehen sein, ja.
00:23:15
Und die Fallhöhe ist ja auch krass,
00:23:16
weil jemand wie Matt Reeve ist ja auch
00:23:18
ein wahnsinnig guter Crowdworker.
00:23:20
Aber er ist kein guter Stand-Up.
00:23:21
Ja, das ist eben die Frage.
00:23:22
Ich kenne keinen,
00:23:23
ich kenne keinen Special von ihm.
00:23:24
Nee, das Material ist nicht gut.
00:23:26
Die Leute, die kommen dann ja aber wahrscheinlich,
00:23:28
weil er so begnadet ist im Crowdworking,
00:23:30
sagen sie, der ist witzig,
00:23:31
der ist vor allem ja sehr derb und sehr hart.
00:23:33
Und dann gehen die da hin
00:23:34
und vielleicht ist sein Special dann aber so,
00:23:36
dass du dann so...
00:23:38
Dann hast du die Bewertung bei...
00:23:40
Wo habt ihr die Bewertung?
00:23:41
Eventim?
00:23:41
Werdet ihr eigentlich bewertet?
00:23:43
Ja, ne?
00:23:44
Also Andrew Schulz ist auch ein...
00:23:46
Ist jetzt nicht so 100% mein Geschmack,
00:23:48
aber der ist auch wirklich ein guter,
00:23:51
handwerklicher Comedian so.
00:23:52
Der hat auch wirklich schon geiles Material.
00:23:55
Aber ja, jedenfalls...
00:23:58
Dit is dit.
00:23:59
Aber was ich noch sagen wollte,
00:24:01
also als ich bekannt geworden bin,
00:24:04
sofort...
00:24:04
Also wann ging das los, Alter?
00:24:06
12, 13?
00:24:07
2012, 2013 so?
00:24:10
Da...
00:24:10
Wir mussten noch unser ganzes Material raushauen.
00:24:14
Wir sind halt bekannt geworden mit YouTube-Clips halt.
00:24:17
Ja.
00:24:17
Entweder auf Poetry-Slam-Kanälen
00:24:19
oder dann später bei Nightwash.
00:24:20
Nightwash.
00:24:21
Und all diese Sachen.
00:24:22
Und wir mussten immer Material raushauen.
00:24:26
Das war schon bitter,
00:24:27
aber dadurch hat man halt...
00:24:30
Dadurch war man dann gezwungen zu lernen,
00:24:33
schnell neues Zeug zu schreiben.
00:24:35
Das ist schon auch ein guter Skill.
00:24:37
Also das ist ja auch total wichtig,
00:24:39
dass du so einmal...
00:24:40
Ich sag auch mal zu so Newcomern so,
00:24:42
ja, 10 lustige Minuten schreiben kriegt jeder hin.
00:24:45
Aber so auf konstant immer wieder
00:24:47
neues geiles Zeug schreiben,
00:24:49
was im Optimalfall auch besser wird und so.
00:24:51
Ja, jedenfalls.
00:24:52
Das war die erste Frage.
00:24:54
Ich hab richtig viel gelabert, ey.
00:24:56
Für eine Frage.
00:24:56
Ja, das ist eine gute Frage.
00:24:58
Ich find ja eh Humortheorie immer voll spannend.
00:25:00
Weil wenn man sich überlegt,
00:25:02
weswegen...
00:25:02
Als wir überlegt haben,
00:25:03
Hack zu machen,
00:25:03
hatten wir ja auch oft Gespräche dazu.
00:25:07
Und war ja so...
00:25:09
Eine Intention war ja auch so,
00:25:10
einer, der hinter der Bühne arbeitet,
00:25:11
so als Comedy-Autor,
00:25:13
und einer, der auf der Bühne ist,
00:25:14
hatten wir auch mal so überlegt,
00:25:15
dass man so ein bisschen über...
00:25:16
Nicht die Szene schreibt,
00:25:17
im Sinne von,
00:25:17
dass man Dinge erzählt,
00:25:19
sondern über Comedy redet.
00:25:21
Eigentlich sollte das ja
00:25:22
ein bisschen Special Interest werden.
00:25:23
Eigentlich ist das gerade...
00:25:24
Das, was wir gerade gehört haben,
00:25:25
ist eigentlich,
00:25:26
sollte gemischtes Hack werden mal.
00:25:27
Zum Glück ist es das nicht geworden.
00:25:29
Das wäre ein bisschen zu viel.
00:25:30
Manchmal macht das so Spaß,
00:25:32
über Comedy abzunerden,
00:25:33
aber oft ist es auch so...
00:25:34
Ja.
00:25:35
Weiß ich auch nicht.
00:25:36
Stimmt.
00:25:41
Tommi,
00:25:42
wie du daran merkst,
00:25:44
dass alles geil ist,
00:25:45
konntest du wahrscheinlich schon ablesen,
00:25:47
dass unser heutiger Werbepartner
00:25:48
mal wieder Vodafone ist.
00:25:49
Ja!
00:25:51
Entschuldigung.
00:25:51
Weil wenn Vodafone am Start ist,
00:25:53
dann funkt das ja alles.
00:25:54
Das ist ja alles unkompliziert und toll.
00:25:57
Ja.
00:25:57
Und ich musste mich an eine Sache erinnern.
00:25:59
Und zwar hast du irgendwie
00:26:00
vor ein paar Folgen erzählt,
00:26:01
von deinem Fail bei den Portemonnaie-Käufen.
00:26:05
Richtig.
00:26:06
Da hast du so klassisch
00:26:07
irgendwie so ein Ding gemacht,
00:26:08
anstatt einmal irgendwie
00:26:10
vielleicht ein bisschen Mühe zu geben
00:26:12
und einmal gleich das Richtige zu holen,
00:26:15
hast du so...
00:26:15
Zweimal Mist gekauft.
00:26:16
Und du hast einfach
00:26:17
ich nehm jetzt ditte
00:26:19
und dann scheiße,
00:26:20
ah nehm ich ditte.
00:26:21
Das funktioniert alles nicht.
00:26:22
Und wir können jetzt Leuten dabei helfen,
00:26:25
diesen Fehler zu vermeiden,
00:26:27
wenn es rund ums Thema
00:26:28
Mobilfunk, neues Handy,
00:26:30
was auch immer geht.
00:26:31
Weil da könnte man jetzt auch
00:26:31
irgendwie loslaufen
00:26:32
und einfach sich hier ein Handy kaufen
00:26:34
und da irgendwas
00:26:35
und dann merkt man am Ende,
00:26:37
passt hier alles nicht zusammen.
00:26:39
Dann geht das Handy vielleicht mal kaputt
00:26:41
oder der Akku ist kaputt.
00:26:42
Dann kannst du den nicht irgendwie tauschen
00:26:44
oder hast nur Ärger mit.
00:26:45
Das ist wie wenn so ein Klempner da ist
00:26:47
und guckt sich irgendwas so an
00:26:49
in einem Siphon oder so
00:26:51
und dann rollt er da raus
00:26:52
und sagt so,
00:26:53
sieht nicht gut aus.
00:26:55
Also folgendes,
00:26:55
wir können das jetzt einmal
00:26:56
irgendwie so
00:26:58
prophylaktisch irgendwie so überbrücken,
00:27:00
aber dann sage ich ihnen,
00:27:01
dann sehen wir uns hier jede Woche.
00:27:02
Machen die so einen Spruch und so.
00:27:03
Ich mag sie, so ist es nicht.
00:27:05
Ich mag sie, ich bin hier gerne,
00:27:06
Kaffee ist lecker.
00:27:07
Aber die sagen dann gleichzeitig auch
00:27:08
oder wir machen es einmal richtig.
00:27:10
Das ist dann vernünftig,
00:27:13
einmal gemacht,
00:27:13
das ist was Vernünftiges
00:27:14
und sie sehen mich auch nicht wieder.
00:27:16
Auch wenn ich sie mag.
00:27:17
Genau.
00:27:17
Und so müsst ihr euch das vorstellen.
00:27:19
Ihr wollt diese Vodafone-Leute nicht wiedersehen.
00:27:21
Nein.
00:27:22
Raus mit denen.
00:27:23
Aber müsst ihr auch nicht.
00:27:24
Weil wenn ihr einmal,
00:27:25
es ist wirklich,
00:27:26
wenn Phone, dann Vodafone.
00:27:27
Wenn ihr einmal das Thema Handy habt,
00:27:28
ich brauche ein neues Handy,
00:27:29
ich brauche einen neuen Vertrag,
00:27:30
dann geht einfach zu Vodafone.
00:27:31
Checkt euch da durch die Deals.
00:27:33
Die haben ultra stabiles Internet,
00:27:35
ein total stabiles Netz,
00:27:37
geile Angebote,
00:27:38
was irgendwie Datenvolumen usw. angeht.
00:27:40
Nette Leute auch.
00:27:41
Nette Leute auch
00:27:41
und ihr habt da das 5-Jahres-Versprechen.
00:27:43
Und das 5-Jahres-Versprechen ist wirklich nicht zu vernachlässigen
00:27:49
in seiner Geilheit.
00:27:50
Ja.
00:27:50
Das heißt, ihr macht einen Vertrag mit Vodafone,
00:27:54
kriegt ein Handy oben drauf
00:27:55
und dann habt ihr 5 Jahre die Möglichkeit,
00:27:57
wenn irgendwas mit dem Handy ist,
00:27:58
sei es der Akku ist leer,
00:28:00
einfach einschicken,
00:28:01
kriegt da kostenlos neu eingebaut.
00:28:02
5 Jahre lang.
00:28:03
Das ist mehr als 4.
00:28:04
Deutlich mehr als 4.
00:28:05
Und als wäre das nicht schon krass genug,
00:28:07
gibt es noch eine Gratis-Verlängerung der Garantie on top.
00:28:10
2 Jahre ist üblich.
00:28:11
Vodafone hat gedacht,
00:28:12
ne komm,
00:28:12
weißt du was wir machen?
00:28:13
5.
00:28:15
5 Jahre.
00:28:15
Die müssen verrückt sein.
00:28:16
Die müssen völlig crazy sein.
00:28:17
Deswegen gibt es eine Eselsbrücke.
00:28:18
5-Jahres-Versprechen.
00:28:19
5 Jahre könnt ihr umsonst eure Handys einschicken,
00:28:21
wenn der Akku irgendwie die Beine hochmacht,
00:28:23
kriegt ihr einen neuen Akku eingebaut
00:28:24
und die Garantie wird verlängert von 2 auf 5 Jahren.
00:28:27
Wenn irgendwas mit dem Handy ist,
00:28:28
ist das nicht euer, sondern Vodafones Problem.
00:28:30
Also wenn Phone, dann Vodafone.
00:28:33
Jetzt 5-Jahres-Versprechen.
00:28:35
Checken auf www.vodafone.de
00:28:37
slash 5 minus Jahres minus Versprechen.
00:28:41
5 als Zahl geschrieben.
00:28:42
Was denn sonst?
00:28:46
Sag mal ne Zahl zwischen 1 und 12.
00:28:49
12.
00:28:51
Okay, hier hat einfach jemand nach Lebenshilfe gefragt.
00:28:57
Ich will Journalismus studieren.
00:28:59
Glaubt ihr, das hat noch Zukunft?
00:29:02
Ich glaube, das war Till Mette,
00:29:06
ehemaliger Kartonist vom Stern.
00:29:07
Ich glaube, das war von ihm.
00:29:08
Ich bin mir noch nicht sicher.
00:29:09
Da sind so Leute auf so ner Stehparty.
00:29:11
Dann sagt einer, ich bin Journalist.
00:29:12
Und dann sagt die andere Person,
00:29:13
ah, was für ein herrliches Hobby.
00:29:16
Sehr guter Joke.
00:29:19
Worauf bezieht sich das,
00:29:20
dass Journalisten so scheiße verdienen?
00:29:22
Oder ist das so ne prekäre?
00:29:24
Eben genau die Frage beantwortet mit Nein.
00:29:28
Nein, also natürlich hat das Zukunft.
00:29:30
Also, boah, das ist halt ne Wette, ne?
00:29:33
Es kann natürlich, also ne Wette,
00:29:34
weil wir sind ja gerade...
00:29:35
Du musst mich mal kurz abholen.
00:29:37
Was glaubst du denn,
00:29:38
was man meint?
00:29:38
Ich glaube, es war ne Frau.
00:29:39
Sag nochmal genau die Frage.
00:29:41
Ich will Journalismus studieren.
00:29:42
Glaubt ihr, das hat noch Zukunft?
00:29:44
Also, ob Journalismus noch...
00:29:46
Also, was steckt dahinter?
00:29:50
Warum sollte es keine Zukunft haben?
00:29:53
Naja, weil jeder ja Publisher ist.
00:29:56
Es bezahlt erstens niemand mehr für Journalismus.
00:29:59
Es gibt ja ein paar Diskrepanzen im Ganzen.
00:30:01
Niemand zahlt mehr für Journalismus.
00:30:02
Gleichzeitig regen sich alle
00:30:03
über mangelnde Qualität auf.
00:30:06
Jeder ist...
00:30:07
Das ist kein geschützter Beruf.
00:30:08
Jeder kann Journalist sein.
00:30:09
Jeder kann sich Journalist nennen.
00:30:10
Genau.
00:30:11
Jeder ist aber irgendwie auch Publisher.
00:30:12
Es gibt immer mehr...
00:30:13
Wie heißt nochmal diese neue App,
00:30:14
die alle nutzen?
00:30:15
Wo man so kleine...
00:30:17
Die Wildschwein-App.
00:30:19
Es ist alles ja in so ner Schwebe,
00:30:21
in so ner Zeitenwende Journalismus.
00:30:22
Das nimmt man an sich selber wahr.
00:30:23
Die Leute lesen vor allem Social Media,
00:30:25
ihren Feed,
00:30:26
schreiben dann ja auch unter Zitatkacheln
00:30:29
Ey, mach doch auch mal da einen Bericht zu und da.
00:30:32
Weil für viele Leute Instagram
00:30:34
halt die Website geworden ist.
00:30:36
Kann man den auch nicht verübeln.
00:30:36
Die wachsen halt damit auf,
00:30:37
dass quasi Instagram eine App von Meta,
00:30:40
das Internet ist.
00:30:41
Aber das ist ja nur ein Website,
00:30:44
wenn du so willst,
00:30:44
oder eine App dementsprechend.
00:30:46
Und da muss man wieder
00:30:48
wirklich so nen Boomer zu sagen.
00:30:48
Das Internet ist ja eben www.
00:30:51
Weißt du?
00:30:52
Wir sind ja aufgewachsen damit,
00:30:54
dass Google das Internet ist.
00:30:55
Und die wachsen ja ein bisschen damit auf,
00:30:57
so bei Instagram,
00:30:58
wenn da irgendjemand
00:30:58
über irgendwas nicht berichtet,
00:31:00
heißt es,
00:31:00
die berichten gar nicht darüber.
00:31:02
Aber es ist nur auf dieser Website,
00:31:04
in dieser App nicht.
00:31:05
So, egal.
00:31:07
Das ist eben,
00:31:08
es ist einfach total ein Erschwebe.
00:31:10
Dann gleichzeitig kann es natürlich sein,
00:31:11
dass sich die Leute durch so KI-Slobs
00:31:13
mehr von Social Media wegziehen.
00:31:15
Das hat natürlich zufolge,
00:31:16
dass die Leute wieder mehr
00:31:17
für Qualitätsjournalismus zahlen würden.
00:31:20
Weil sie dann,
00:31:22
weil du den da nicht mehr findest.
00:31:23
Je weniger Leute bei Social Media.
00:31:24
Ja, aber die paar,
00:31:25
die es interessiert, ja.
00:31:27
Genau.
00:31:27
Das hat dann,
00:31:28
dann hast du wieder mehr Paywall-Artikel
00:31:32
auf Qualitätsmedien und so weiter und so fort.
00:31:36
Das ist aber auch,
00:31:37
man könnte es direkt kritisieren,
00:31:40
sie stellt die Frage halt,
00:31:41
oder er, ist das eine Frau oder Mann?
00:31:42
Das war eine Frau.
00:31:44
Zu unkonkret,
00:31:45
weil Journalismus,
00:31:46
Fernsehen, Online-Journalismus.
00:31:47
Nee, sie hat gesagt,
00:31:48
ich will Journalismus studieren.
00:31:49
Glaubt ihr, es hat noch Zukunft?
00:31:52
Meine Antwort wäre eher,
00:31:53
um Journalist zu werden,
00:31:55
muss man nicht Journalismus studieren.
00:31:56
Die wenigsten Journalisten haben Journalismus studiert.
00:31:59
Eher so Geschichte oder Politik.
00:32:00
Ja, genau.
00:32:00
Man studiert meistens irgendwas.
00:32:03
Eigentlich studiert man wirklich irgendwas.
00:32:04
Ja.
00:32:05
Und kommt dann eher so über das Machen da rein.
00:32:08
Über das Volontariat dann später.
00:32:09
Oder über selber Artikel zu irgendeinem Fachgebiet schreiben.
00:32:12
Braucht halt wohlhabende Eltern.
00:32:14
Das erst mal.
00:32:15
Ich würde,
00:32:15
ich glaube,
00:32:16
ich würde ihr eher empfehlen,
00:32:17
also studiere lieber irgendwas,
00:32:20
was dich interessiert.
00:32:21
Journalist kannst du immer noch werden.
00:32:22
Journalistin.
00:32:24
So kann man es eigentlich sagen.
00:32:25
Und dann parallel Praktika machen.
00:32:28
Journalismus ist halt,
00:32:29
also ich hab ja auch mal,
00:32:30
ich hab ja mal drei Semester oder so
00:32:32
an so einer privaten Uni Journalismus studiert.
00:32:36
Weil man da irgendwie mit Fachabi rein konnte.
00:32:40
Ganz großer Fehler gewesen.
00:32:41
Hab mein komplettes BAföG aufgefasst.
00:32:43
Also ich hab wirklich,
00:32:44
mein BAföG-Satz,
00:32:45
ich hab den Höchstsatz bekommen,
00:32:46
war eins zu eins die monatliche Studiengebühr.
00:32:48
Also komplett weg.
00:32:49
Und weil ich das länger als drei Semester gemacht hab,
00:32:51
war danach auch generell mein BAföG-Anspruch weg.
00:32:53
Ja.
00:32:54
Als ich dann später noch mal richtig an der Uni studiert hab.
00:32:57
Aber egal.
00:32:57
Scheiße.
00:32:58
Ja, richtig kacke.
00:33:00
Und da weiß ich auch noch ganz genau,
00:33:01
das war so im zweiten Semester oder so was,
00:33:03
haben wir mal,
00:33:03
sind wir glaube ich zur Berliner Zeitung.
00:33:07
Also nicht zur BZ,
00:33:08
sondern zur Berliner Zeitung.
00:33:09
Das ist dieses riesige Gebäude am Alex.
00:33:12
Sind wir da mal gegangen
00:33:13
und wurden da mal so durchgeführt und so.
00:33:15
Und dann siehst du da diese riesigen Großraumbüros,
00:33:19
wo da alle vor ihren Computern sitzen
00:33:20
mit so drei Bildschirmen
00:33:21
und es ist laut und stickig.
00:33:23
Und da dachte ich mir,
00:33:24
ey, das ist ja,
00:33:25
im Endeffekt ist es dann ein sehr stressiger Bürojob.
00:33:28
Also die journalistische Realität für die allermeisten,
00:33:32
die irgendwie im Journalismus arbeiten,
00:33:35
ist ein sehr stressiger Bürojob.
00:33:38
Du wirst ganz wenig festangestellt.
00:33:42
Sehr viel Druck eben auch, ne?
00:33:43
Extrem viel Druck.
00:33:45
Also Journalismus ist natürlich wichtig,
00:33:47
ist total wichtig,
00:33:48
dass es Leute gibt,
00:33:49
die für sowas brennen und die das machen.
00:33:51
Aber das ist so ein Kackjob, glaube ich.
00:33:53
So ein anstrengender Job.
00:33:54
Jetzt kommt drauf an, wo du eben sitzt.
00:33:56
Wenn du es irgendwie geschafft hast,
00:33:57
wenn du so ein Maskolo bist,
00:33:58
so ein Investigativreporter oder so,
00:34:00
das ist natürlich geil.
00:34:01
Aber jetzt klassische Berichte und so,
00:34:03
das machen wir uns nichts vor.
00:34:04
Im Endeffekt sitzt du da.
00:34:05
Das wird natürlich alles von KI übernommen.
00:34:07
Also diese klassischen Regionalberichte,
00:34:09
das mag eine KI machen.
00:34:10
Du refreshst irgendwie die Seiten von den Nachrichtenagenturen,
00:34:14
von ÖPA und Reuter,
00:34:16
so und schreibst das einfach um.
00:34:17
Beziehungsweise heute ziehst du dann in Chat GPT
00:34:20
und sagst, schreib mir mal daraus einen kurzen Artikel.
00:34:22
Ja, aber langfristig, wenn es sich so weiterentwickelt,
00:34:25
wird ja generell einfach KI diese Berichte schreiben.
00:34:29
Geht ja jetzt schon teilweise los.
00:34:32
Das wird auch spannend,
00:34:33
weil dann wird es eine Phase geben,
00:34:34
in der die Boomer,
00:34:36
die ja noch so Anspruch haben auf unsere Lokalzeitung und sonst was.
00:34:40
Ich wette, es wird so eine Dekade geben
00:34:41
oder sagen wir fünf Jahre,
00:34:43
wo Boomer Printzeitungen geschrieben von Robotern lesen werden.
00:34:48
Ich glaube, da gibt es jetzt so einen Übergang.
00:34:50
Kurze Überschneidungsphase.
00:34:51
Wo dann so eine Mischung aus,
00:34:52
ich habe das aber immer gelesen und,
00:34:54
oh, das ist ja alles gruselig.
00:34:55
Das wird so eine ganz komische Überschneidungsphase.
00:34:57
Und da ist natürlich für den Journalismus auch wieder,
00:34:59
also für den Journalismusberuf sehr gefährlich,
00:35:01
weil die Plätze weniger werden.
00:35:03
Aber am Ende ist das wie in allem Glaskugel.
00:35:07
Weiß ich nicht.
00:35:09
Ich meine, wenn man sich mit Berichten befasst,
00:35:12
über wie sich KI entwickelt,
00:35:14
da denkt man ja immer so,
00:35:15
okay, jetzt lerne ich mal was.
00:35:16
Und dann hörst du Interviews mit den Machern.
00:35:19
Und die sagen, keine Ahnung.
00:35:21
Und deswegen seitdem ist für mich immer so,
00:35:23
egal was zu dem Thema kommt,
00:35:25
Arbeitslosigkeit, Grundeinkommen, kein Plan.
00:35:27
Guck mal, vor zehn Jahren hat man den Leuten auch gesagt,
00:35:30
ey, lerne Coden, Programmieren.
00:35:32
Das ist der beste Skill, den du haben kannst.
00:35:34
Das war das Erste, was von KI gefickt wurde.
00:35:37
Jura wird auch,
00:35:39
man nennt ja immer so Rechtsanwälte und sonst wie,
00:35:41
das kann auch, wenn es so weitergeht.
00:35:43
Alle Sachen, die man irgendwie,
00:35:45
die so quasi formalisiert und standardisiert arbeiten,
00:35:49
und das macht so die juristische Alltagspraxis,
00:35:51
ist ja quasi genau das.
00:35:53
Also irgendein Gesetz interpretieren,
00:35:55
anwenden auf irgendeinen Fall oder sowas.
00:35:57
Das ist ja so ein sehr schematisches Arbeiten.
00:36:02
Vor 20 Jahren bist du vor Gericht
00:36:04
und dann sagt dir halt jemand so,
00:36:06
du kannst dich von der KI vertreten lassen.
00:36:07
Die kennt halt alles und jeden Ausweg und sonst wie.
00:36:10
Natürlich macht man das.
00:36:10
Und kostet 6 Euro insgesamt.
00:36:14
Das ist ein Abo.
00:36:14
Genau, 6 Euro im Monat.
00:36:17
Keine Ahnung.
00:36:18
Also wie gesagt.
00:36:18
Wenn du die Premium Version nicht hast,
00:36:19
dann läuft zwischendurch Werbung im Gerichtssaal.
00:36:25
Mit der Richter, mit so Koro-Müsli.
00:36:28
Dann läuft so zwischendurch Werbung für Ebay.
00:36:30
Es klingt ja immer alles so,
00:36:31
wie die Worte sind, fantastisch,
00:36:33
wenn man so darüber redet.
00:36:36
Nicht positiv fantastisch, sondern so fantastisch.
00:36:39
Fantasie.
00:36:39
Aber es ist ja auch so.
00:36:42
Also es ist ja wirklich,
00:36:43
also was in den letzten Jahren passiert ist da.
00:36:45
Wenn uns das einer von drei schon gesagt hätte,
00:36:46
hätten wir ja einen Scheibenwischer gezeigt.
00:36:47
Was? Niemand schreibt mehr E-Mails alleine und so.
00:36:50
Rechtschreibung ist ja auch kein Skill mehr.
00:36:52
Du jagst da einmal durch. Fertig.
00:36:55
Rechtschreibung, die einzige Anforderung an Rechtschreibung
00:36:58
ist eigentlich nur noch,
00:36:59
dass ChatGPT erkennt, was du wahrscheinlich meinst.
00:37:03
Ja, genau.
00:37:03
Also so gut muss es noch sein.
00:37:04
Ja.
00:37:05
Man merkt das ja selber bei,
00:37:06
also wir sind ja beide keine großen KI-Nutzer,
00:37:09
ChatGPT und so.
00:37:11
Nee, gar nicht.
00:37:11
Ich auch nicht.
00:37:13
Aber man merkt es an sich selbst.
00:37:14
Also man fühlt sich ja eh,
00:37:15
ich fühle mich manchmal wie ein Typ,
00:37:16
der noch Brieftauben benutzt,
00:37:17
wenn ich was google,
00:37:18
im Vergleich zu meinen Mitmenschen.
00:37:20
Und aber auch da,
00:37:22
wie wenig Mühe man sich noch gibt,
00:37:24
Dinge einzugeben.
00:37:25
Wenn man so,
00:37:25
ja das sieht schon ungefähr da aus,
00:37:27
wie das Verb laufen.
00:37:28
Da steht so XL in und google sofort.
00:37:31
Meinst du laufen?
00:37:32
Kreativ.
00:37:32
Ja, genau.
00:37:34
Und ach, keine Ahnung.
00:37:37
Irre.
00:37:37
Also, will Journalismus studieren,
00:37:38
glaubt ihr es hat Zukunft?
00:37:40
Weiß ich nicht.
00:37:40
Ich würde davon abraten,
00:37:42
Journalismus zu studieren,
00:37:43
sondern lieber irgendwas,
00:37:43
was dich interessiert.
00:37:44
Journalist kannst du immer noch werden.
00:37:46
Und ich will zu Bedenken geben,
00:37:47
dass es ein wirklich harter Prick,
00:37:50
also ist ein wichtiger Job,
00:37:52
aber auch ein sehr harter
00:37:53
und ich glaube auch undankbarer Job.
00:37:54
Also ich bin dafür,
00:37:56
was anderes studieren,
00:37:56
aber parallel da reinschnuppern.
00:38:01
Radikal an Klinken putzen,
00:38:02
irgendwie Praktika machen,
00:38:03
reinschnuppern,
00:38:04
merken, ob das was für einen ist.
00:38:05
Und man braucht ja trotzdem
00:38:06
gute Journalistinnen und Journalisten.
00:38:08
Braucht es ja.
00:38:09
Also jetzt allen sagen,
00:38:10
mach nicht, ist auch doof,
00:38:11
aber ich würde es nicht studieren per se mehr.
00:38:14
Glaube ich nicht, ne.
00:38:16
Beobachtest du gerade,
00:38:17
ist keine Frage,
00:38:18
ist einfach nur,
00:38:19
bin gerade drauf gekommen.
00:38:20
Menschen beim Duschen?
00:38:21
Beobachtest du Menschen beim Duschen?
00:38:23
Beobachtest du auch,
00:38:24
dass Podcast gerade nochmal
00:38:25
einen neuen Hype hat?
00:38:27
Das Format Podcast?
00:38:29
Ja, es wird auf eine Art
00:38:30
das neue Fernsehen, ne?
00:38:31
Gerade.
00:38:32
Also irgendwie gibt es gerade
00:38:33
nochmal so,
00:38:33
es kommen gerade wieder
00:38:34
ganz viele neue Podcasts,
00:38:35
gefühlt, oder?
00:38:36
Oder ist es nur,
00:38:37
fühlt sich das so?
00:38:38
Die zweite.
00:38:39
So die zweite große Welle.
00:38:40
Es gab so,
00:38:40
als wir so drei, vier Jahre drin waren,
00:38:42
gab es mal einen
00:38:43
den ersten großen Run,
00:38:45
wo wirklich jeder Schwanz
00:38:46
einen Podcast hatte.
00:38:46
Ja.
00:38:47
Und wo auch auf jeden Schwanz
00:38:48
Podcast Geld geworfen wurde
00:38:50
mal eine Zeit lang.
00:38:50
Ja.
00:38:51
Weil man dachte so,
00:38:52
da verkaufen wir unsere Produkte.
00:38:55
Wurde dann relativ schnell
00:38:56
wieder eingestellt
00:38:57
und ganz viele Podcasts
00:38:58
sind dann auch wieder weg.
00:38:59
Und dann ist es einfach so,
00:39:00
ja nicht gedümpelt,
00:39:02
aber so mit normal
00:39:03
weiter gelaufen
00:39:03
und jetzt gefühlt
00:39:04
ist gerade nochmal so ein
00:39:06
Podcast Run, oder?
00:39:08
Ich habe auch das Gefühl,
00:39:09
irgendwie so ein zweiter.
00:39:10
So ganz viele,
00:39:11
gerade beim Thema waren,
00:39:12
so bin ich auch
00:39:12
auf den Kopf drauf gekommen,
00:39:13
ganz viele Journalisten
00:39:14
machen jetzt so Podcasts,
00:39:16
weil die sich halt auch denken,
00:39:17
wozu soll ich schreiben
00:39:18
oder ständig irgendwo
00:39:18
zu Gast sein?
00:39:19
Ja, ich weiß,
00:39:19
das ist halt viel höher.
00:39:20
Es ist einfach so.
00:39:21
Kannst du einfach selber machen,
00:39:22
ist ja viel geiler.
00:39:22
Und diese Unabhängigkeit
00:39:24
ist halt wirklich brutal.
00:39:25
Das schlägt halt alles.
00:39:26
Das schlägt jedes Medium.
00:39:28
Wenn du,
00:39:28
wenn du wöchentlich
00:39:29
irgendwas senden willst.
00:39:31
Wenn jetzt weiterhin so
00:39:31
wie ich jetzt Fernsehen machen,
00:39:32
Dokus machst,
00:39:33
das ist halt mehr,
00:39:34
das geht nur im Fernsehen.
00:39:36
Klar,
00:39:37
du kannst auch eine Dokumentation
00:39:38
in einem Podcast machen
00:39:39
und so Zehnteilige,
00:39:40
aber wenn du Bilder zeigen willst
00:39:41
und so,
00:39:41
bist du halt schnell bei Fernsehen.
00:39:43
Aber wenn du wöchentlich sendest,
00:39:45
ist Podcast
00:39:46
wegen der Unabhängigkeit
00:39:47
unschlagbar.
00:39:49
Überleg mal,
00:39:50
Copa TS,
00:39:50
wenn das eine Fernsehsendung wäre,
00:39:52
überleg mal,
00:39:53
wäre da alles schon zu Gast da,
00:39:54
was ich da für Leute hatte.
00:39:55
Das wäre unmöglich.
00:39:56
Beispielsweise Jan Sommer,
00:39:57
Torwart von Inter Mailand.
00:39:59
Da hätte ich ja hinfliegen müssen
00:40:01
mit dem Podcast,
00:40:01
mit Maske
00:40:02
und wird ausgeleuchtet
00:40:04
und Redaktion,
00:40:04
seine Berater sind dabei,
00:40:06
sonst wie.
00:40:07
Damals habe ich das aufgezeichnet,
00:40:09
da habe ich irgendwie mein Mikro,
00:40:10
da war der Ständer kaputt,
00:40:11
an so einem Joghurt befestigt
00:40:13
und so,
00:40:14
der saß irgendwie im Trainingsgelände
00:40:15
bei Inter,
00:40:15
machst du kurz an einem Montagmorgen,
00:40:17
fertig.
00:40:18
Schickst dem vorher per Kurier
00:40:19
ein Mikro,
00:40:20
weil er keins hatte,
00:40:21
Abfahrt.
00:40:22
Das ist alles,
00:40:22
mehr braucht es nicht.
00:40:24
Ja genau,
00:40:24
also Podcast hat halt
00:40:25
so einen geringen Aufwand,
00:40:29
ja,
00:40:29
wir sind der einflussreichste
00:40:30
Podcast Europas,
00:40:32
und unser Podcast Team
00:40:33
besteht aus Tommi,
00:40:35
mir
00:40:35
und meinem Bruder.
00:40:36
Ja.
00:40:37
Niemand sonst ist hier,
00:40:37
es gibt keine Redaktion,
00:40:38
es gibt nichts.
00:40:39
Es wird nichts vorbereitet,
00:40:41
außer die fünf Fragen.
00:40:42
Es sind nur wir drei.
00:40:43
Ja.
00:40:44
Und das ist so geil,
00:40:45
also sag ich,
00:40:46
bist du auch so flexibel,
00:40:47
ja.
00:40:47
Und wenn wir unterwegs sind,
00:40:48
es kam ja auch mal,
00:40:49
haben wir glaube ich nie erzählt,
00:40:50
es ist ja ein Videopodcast
00:40:52
und wir können das aber auch
00:40:52
remote aufzeichnen.
00:40:53
Dieses Studio machen wir nicht,
00:40:54
weil wir es müssen,
00:40:55
sondern weil wir es geil finden.
00:40:56
Ja.
00:40:56
Das ist einfach cool,
00:40:57
in einem Ort zu sein
00:40:59
und aufzunehmen ab und zu.
00:41:00
Aber wir haben natürlich auch Jobs,
00:41:01
wo wir viel unterwegs sind
00:41:02
und da haben wir einfach
00:41:03
so einen kleinen,
00:41:03
hat Julian, also Felix Bruder
00:41:05
uns zusammengestellt mit Quinn,
00:41:06
so einen kleinen Koffer.
00:41:08
Ja.
00:41:09
Da ist einfach,
00:41:10
das ist ein Trolley.
00:41:11
Ja.
00:41:11
Der passt einfach,
00:41:12
den kannst du mit im Flieger nehmen
00:41:13
ins Handgepäck.
00:41:14
Ja.
00:41:15
Da ist alles drin.
00:41:16
Ja.
00:41:16
Mehr Technik brauchst du nicht.
00:41:17
Ja.
00:41:17
Da sind alle Kabel drin,
00:41:18
einmal so ein,
00:41:19
ich weiß gar nicht,
00:41:20
wie das alles heißt,
00:41:20
eine Kamera ist da drin,
00:41:21
wir haben auch eine neue Kamera,
00:41:22
die ist so groß wie eine Packung Tic Tac.
00:41:24
Ja.
00:41:24
Das ist halt irre.
00:41:26
Das ist so ein Koffer
00:41:27
und okay natürlich,
00:41:28
sorry Quinn,
00:41:29
Quinn ist auch noch mit am Start.
00:41:30
Ja.
00:41:30
Quinn macht die Uploads
00:41:32
und so alles,
00:41:32
macht so das,
00:41:33
was die Erwachsenen aufgaben.
00:41:34
Und unsere Managements
00:41:35
im Hintergrund jeweils.
00:41:37
Ja gut,
00:41:37
aber die haben ja mit dem Produkt
00:41:39
nichts zu tun.
00:41:39
Nein,
00:41:40
mit dem Machen nicht.
00:41:42
Die haben halt am Anfang
00:41:43
was zu tun,
00:41:43
wenn es darum geht,
00:41:44
wo machen wir das und so,
00:41:45
aber sobald es dann
00:41:46
unterschrieben ist alles,
00:41:48
sind es nur wir.
00:41:48
Ja genau,
00:41:48
mir geht es ja ums operative Machen.
00:41:51
Ja.
00:41:51
Das sind wir beide,
00:41:52
das ist mein Bruder
00:41:53
und Upload und so,
00:41:54
der Orga-Kram macht dann Quinn
00:41:56
und das war es.
00:41:57
Und wenn du das quasi
00:41:58
wöchentlich eine Fernsehshow,
00:42:01
die irgendwie 2 Millionen Leute gucken,
00:42:02
mega erfolgreich,
00:42:03
dann würden hier
00:42:04
50 Leute arbeiten.
00:42:05
Mehr.
00:42:06
Mehr.
00:42:06
Mehr.
00:42:07
Auf jeden Fall mehr.
00:42:10
Und deshalb ist Podcast so geil
00:42:11
und ich glaube deshalb
00:42:11
kommen gerade auch so viele Leute
00:42:13
irgendwie rein.
00:42:14
Und ich glaube auch
00:42:15
und ich liebe ja Fernsehen,
00:42:16
das habe ich ja oft genug gesagt,
00:42:16
ich bin ein Fernsehkind,
00:42:17
hab aber ein bisschen Schwierigkeiten
00:42:18
mit diesem Prinzip,
00:42:19
mittlerweile jemand kommt raus,
00:42:21
da sitzt Publikum und so
00:42:22
in der Weekly,
00:42:24
seitdem sind es so
00:42:24
gelernte Dinge,
00:42:25
die ab und zu passieren,
00:42:26
wie Jokus Show
00:42:27
oder die Heute Show
00:42:27
oder Böhmer und so,
00:42:28
das ab und zu mal kommt,
00:42:30
die Sachen,
00:42:30
das wird immer funktionieren.
00:42:32
Aber worüber beim Fernsehen
00:42:34
auch immer hinter den Kulissen
00:42:35
auch immer viele Leute
00:42:36
sich gefragt haben,
00:42:37
woran das liegt,
00:42:39
woran was liegt.
00:42:40
Genau, warum Menschen
00:42:42
im Fernsehen so anders sind
00:42:44
als im Podcast.
00:42:45
Und da hat Podcast eben auch,
00:42:46
worauf ich eben hinaus wollte,
00:42:48
ich bin weiterhin
00:42:48
ein riesen Fernsehfan,
00:42:49
ich glaube die Dinge
00:42:50
können koexistieren
00:42:51
und wir haben uns ja gerade gefragt,
00:42:53
warum Podcast
00:42:54
eben so erfolgreich ist.
00:42:55
Und ich glaube ein Part
00:42:55
ist eben auch
00:42:56
im Vergleich zu Fernsehen,
00:42:58
Fernsehen wird halt
00:42:58
so ein riesen Aufhebens gemacht.
00:43:00
Dann geht's los,
00:43:01
du wirst zwei Monate
00:43:02
vorher angefragt,
00:43:03
dann wirst du
00:43:04
von Redakteuren angerufen,
00:43:05
darüber werden wir reden
00:43:06
und so weiter.
00:43:08
Und dann irgendwann,
00:43:08
du kannst noch
00:43:09
so abgewichster Hund sein,
00:43:10
irgendwann wirst du auch
00:43:11
so ein bisschen nervös
00:43:11
und aufgeregt,
00:43:12
so okay, darüber reden wir
00:43:13
und dann gibt's noch
00:43:14
ein Vorgespräch,
00:43:14
dann bist du im Studio
00:43:16
und bei Podcast
00:43:18
gibt's das halt alles nicht.
00:43:19
Da gibt's keine Maske,
00:43:20
da gibt's keinen
00:43:21
acht Stunden vorher da sein,
00:43:22
keinen zwei Wochen vorher Anrufe,
00:43:23
du sitzt dann da einfach
00:43:24
vor Matze Hilscher
00:43:25
und dann geht's los.
00:43:26
Und das ist,
00:43:28
was Fernsehen nie,
00:43:29
glaube ich,
00:43:30
Fernsehen hat ganz andere Stärken,
00:43:33
aber da kann Fernsehen
00:43:35
einen Podcast niemals schlagen,
00:43:36
das geht gar nicht.
00:43:37
Das interessante ist ja,
00:43:39
Fernsehen hat ja quasi jetzt,
00:43:41
wenn wir jetzt unseren Podcast
00:43:41
als Beispiel nehmen,
00:43:44
es hätte den Beleg,
00:43:45
okay, das ist irgendwie,
00:43:46
das hören und gucken viele Leute,
00:43:48
genauso wie es ist.
00:43:49
Aber trotzdem würde Fernsehen
00:43:51
ja niemals
00:43:52
einfach das hier senden.
00:43:54
Ja, weil es auch erstens
00:43:56
wird viel geschnitten
00:43:57
und zweitens,
00:43:58
was wir eben auch hier,
00:43:59
denn der nächste Vorteil,
00:44:00
Felix und ich können jetzt
00:44:01
einfach theoretisch sagen,
00:44:03
dass wir jetzt vier Stunden sind.
00:44:05
Ja genau, was meinst du
00:44:05
mit viel geschnitten?
00:44:06
Im Fernsehen.
00:44:07
Ja, im Fernsehen
00:44:08
wird viel geschnitten, genau.
00:44:09
Aber man könnte ja,
00:44:10
aber theoretisch hätte Fernsehen
00:44:11
ja einfach durch unsere Zahlen
00:44:13
den Beweis,
00:44:14
das funktioniert,
00:44:15
was die Jungs hier machen
00:44:16
und dann könnte man einfach sagen,
00:44:19
was weiß ich was,
00:44:20
Mittwoch 2015 läuft Hack.
00:44:22
Im Fernsehen.
00:44:23
Aber das würden die ja nie machen.
00:44:26
Obwohl die quasi
00:44:27
den Beleg haben,
00:44:29
das funktioniert.
00:44:30
Wir würden uns aber auch verändern,
00:44:31
glaube ich,
00:44:31
weil wir hätten dann so,
00:44:33
ihr dürft netto 50 Minuten machen.
00:44:36
Nein, nein, nein,
00:44:37
in meinem Szenario wäre das einfach,
00:44:40
alles bleibt, wie es ist.
00:44:41
Das geht ja nicht,
00:44:42
weil du musst ja einen
00:44:42
Sendeplan einhalten.
00:44:43
Danach kommen ja auch Sendungen,
00:44:44
Fernsehzeitungen etc.
00:44:45
Ja, die haben Pech gehabt.
00:44:48
Die Fernsehzeitungsindustrie
00:44:49
stirbt wegen uns.
00:44:50
Ja, das kann sein.
00:44:51
TV, Spielfilm und Hack.
00:44:53
TV, Hackfilm.
00:44:54
Ja, das ist eben das Ding.
00:44:55
Ich glaube,
00:44:56
Fernsehen hat Riesenstärken,
00:44:57
aber der Kuchen ist halt,
00:44:58
es gibt immer mehr Stücke
00:44:59
und einer davon ist halt ein Podcast
00:45:01
und dieses Interviewding
00:45:03
und ich glaube dadurch,
00:45:04
um jetzt zu deinem Punkt zu kommen,
00:45:05
weil es gibt ja sehr viele
00:45:05
Interview-Podcasts,
00:45:07
neue,
00:45:09
und sehr viel so Diskurs-Podcasts,
00:45:13
weil das eben,
00:45:13
weil ich zum Beispiel
00:45:14
neben dem Phänomen war,
00:45:16
dass Fernsehsendungen,
00:45:17
die per se immer Diskurssendungen waren,
00:45:19
wie Doppelpass,
00:45:20
Sport 1 über Fußball,
00:45:23
der Presseclub in der ARD,
00:45:26
Maischberger.
00:45:28
Das sind Sendungen,
00:45:29
die höre ich mittlerweile
00:45:30
als Podcasts
00:45:31
und ich sagte,
00:45:31
wenn Markus Lanz
00:45:32
ein Podcast wäre,
00:45:33
würde ich das hören,
00:45:34
nicht gucken
00:45:35
und ich glaube,
00:45:36
das haben viele
00:45:38
Fernsehproduktionsfirmen
00:45:39
oder Sender auch festgestellt
00:45:40
und dadurch auch gemerkt,
00:45:42
oder wir machen jetzt mal
00:45:43
unsere eigenen Podcasts und so,
00:45:46
weil die Leute gleichzeitig
00:45:48
natürlich auch effizienter denken
00:45:49
und so,
00:45:50
warum soll ich Leuten
00:45:50
beim Reden zugucken,
00:45:52
wenn ich dabei auch
00:45:52
die Wäsche machen kann
00:45:53
oder wenn ich da irgendwie
00:45:54
Auto fahren kann
00:45:55
und dann kannst du aber auch
00:45:57
beides haben,
00:45:57
wie bei uns,
00:45:58
hast du auch Video.
00:45:59
Das ist also die
00:46:00
best of both worlds
00:46:01
und irgendwann vermischt
00:46:03
sowieso alles.
00:46:03
Was ist denn der Unterschied
00:46:04
zwischen dann irgendwann uns
00:46:06
und Maischberger,
00:46:07
wenn es beides als Video
00:46:08
und als Audio gibt,
00:46:09
auf der gleichen Plattform
00:46:10
vielleicht irgendwann,
00:46:11
keine Ahnung
00:46:12
und dann ist eh
00:46:13
alles das Gleiche.
00:46:14
Der Intellekt.
00:46:16
Das stimmt.
00:46:18
Das stimmt.
00:46:19
Und die...
00:46:20
Ich meine
00:46:20
die Darstellungsform natürlich.
00:46:21
Ja.
00:46:22
Okay.
00:46:23
Alter, zwei Fragen,
00:46:24
50 Minuten.
00:46:25
Ja, ey.
00:46:26
Also, Tommi,
00:46:27
sag mal eine Zahl
00:46:27
zwischen 1 und 11.
00:46:29
9.
00:46:30
9?
00:46:32
Wow.
00:46:33
Da hast du dir richtig...
00:46:35
7.
00:46:35
Ne, ne, ne, ne, ne, ne.
00:46:37
Du hast dir jetzt hier gerade
00:46:38
ein richtig dickes Schwein
00:46:40
ans Bein gebunden.
00:46:41
Ja.
00:46:41
Ein Schwein,
00:46:41
äh Bein,
00:46:42
Beinschwein.
00:46:43
Wie sehr
00:46:44
här eurer Meinung nach
00:46:45
ein gerechtes Steuersystem
00:46:47
aussieht?
00:46:47
Och, nee.
00:46:49
Kann ich...
00:46:49
Also,
00:46:50
da bist du gut in sowas.
00:46:52
Da muss ich wirklich sagen,
00:46:53
bin ich scheiße drin.
00:46:54
Nein, nur so ein paar Eckpfeiler
00:46:56
kriegst du kein perfektes
00:46:57
Steuersystem ausscheißen.
00:46:58
Also,
00:46:59
was ich einfach nur sagen kann
00:47:00
dazu ist,
00:47:01
also ich bin wirklich
00:47:02
wahnsinnig schwach
00:47:03
auf der Brust,
00:47:03
was das Thema angeht
00:47:04
und ich weiß nur,
00:47:05
dass, äh,
00:47:07
Deutschland wohl
00:47:08
das komplizierteste
00:47:09
Steuersystem hat der Welt.
00:47:10
Ja.
00:47:10
Das ist kein Super,
00:47:11
das ist wirklich so.
00:47:11
Das ist keine Übertreibung, ne?
00:47:12
Das ist wirklich so.
00:47:13
Das erstmal deutlich
00:47:14
vereinfachen,
00:47:15
dann gibt's doch Leute,
00:47:16
die sagen,
00:47:16
es soll irgendwie so
00:47:16
drei Kategorien einfach geben.
00:47:18
Gibt's da nicht so ein paar...
00:47:19
Ja, das Interessante ist,
00:47:20
also ich geh da mal ganz kurz
00:47:21
direkt rein.
00:47:22
Äh, Steuersätze,
00:47:22
nicht Kategorien.
00:47:23
Ja, genau.
00:47:24
Das Interessante ist,
00:47:25
äh,
00:47:25
wenn man,
00:47:27
wenn man es, äh,
00:47:29
verschlankt,
00:47:29
ja,
00:47:30
dann wird's zwangsläufig
00:47:31
ungerechter.
00:47:34
Für wen?
00:47:35
Für Reiche?
00:47:36
Oder für alle?
00:47:37
Äh, äh,
00:47:38
na ja,
00:47:39
also du wirst dann immer so,
00:47:40
äh,
00:47:41
Grenzfälle halt haben.
00:47:42
Also,
00:47:42
warum unser Steuersystem
00:47:43
so kompliziert ist,
00:47:44
ist ja ursprünglich
00:47:45
mal mit dem Gedanken gestartet,
00:47:47
damit das so,
00:47:48
damit das so gerecht
00:47:49
wie möglich ist.
00:47:50
Und deshalb wird's so
00:47:51
ultra ausdifferenziert,
00:47:52
die sogenannte
00:47:54
Einzelfallgerechtigkeit.
00:47:55
Mhm.
00:47:55
Ja?
00:47:56
Äh,
00:47:56
aber es ist natürlich
00:47:57
ein absolutes Monstrum geworden
00:47:59
und auch,
00:47:59
und dadurch auf eine andere Art
00:48:00
und Weise total ungerecht,
00:48:02
ja?
00:48:02
Ja.
00:48:02
Weil es, äh,
00:48:03
komplett, äh,
00:48:04
undurchsichtig ist.
00:48:05
Wie so eine Blackbox,
00:48:06
ja?
00:48:06
Also, äh,
00:48:08
und wenn man's vereinfacht,
00:48:09
dann wird es zwangsläufig zu,
00:48:11
da, da, so,
00:48:12
da, da,
00:48:13
dann gibt's die Einzelfallgerechtigkeit
00:48:15
in der Form nicht mehr.
00:48:16
Okay.
00:48:16
Aber ich finde,
00:48:17
aber ich bin trotzdem auch dabei,
00:48:18
es muss ganz viel,
00:48:20
ganz,
00:48:20
ganz doll einfacher werden.
00:48:23
Vereinfachen.
00:48:24
Also, ver,
00:48:24
ich schreib mal,
00:48:25
ich schreib mal mit Vereinfachen.
00:48:26
Vereinfachung und dann
00:48:28
natürlich
00:48:29
so,
00:48:29
dass man nicht mehr Angst davor hat.
00:48:31
Ja.
00:48:32
Man hat ja eindeutig Angst davor.
00:48:34
Keine Angst.
00:48:36
Dann auf jeden Fall
00:48:37
dieser Aspekt von
00:48:38
Leute,
00:48:39
Leute,
00:48:39
die mehr Geld haben,
00:48:41
müssen mehr bezahlen.
00:48:42
Also,
00:48:43
dieses Progressionsthema
00:48:44
muss auf jeden Fall
00:48:45
auch irgendwie drin bleiben.
00:48:46
Aber,
00:48:48
ich würde jetzt noch das hinzugeben,
00:48:50
es muss
00:48:53
irgendwie
00:48:53
ein Unterschied gemacht werden,
00:48:56
ob man für sein Geld gearbeitet hat
00:48:58
oder ob man es einfach hat.
00:49:01
Weil das kann nicht sein,
00:49:03
dass,
00:49:03
dass du belohnt wirst
00:49:05
für Geld,
00:49:06
was du dir nicht erarbeitet hast.
00:49:08
Und,
00:49:08
also,
00:49:09
dass du quasi bestraft wirst
00:49:10
für durch Leistung
00:49:13
gewonnenes Geld.
00:49:14
Das kann nicht sein.
00:49:16
Und ein Einzelfall,
00:49:17
bin ich auch dafür,
00:49:17
und Einzelfallprüfungen
00:49:19
bei so Schenkungen und so.
00:49:22
Wenn jemand irgendwie,
00:49:23
ja,
00:49:23
wenn jemand
00:49:24
in einer Familie was schenken will,
00:49:26
dem es gerade sehr schlecht geht
00:49:27
zum Beispiel oder so.
00:49:28
Das ist dann nicht genauso
00:49:30
wie wenn
00:49:32
Fridolin von
00:49:32
von und zu
00:49:33
einfach so aus Spaß
00:49:34
von Papa das und das
00:49:36
oder so zurückschenkt
00:49:37
und so.
00:49:37
man muss irgendwie,
00:49:40
genau,
00:49:40
man muss irgendwie
00:49:41
sich innerfamiliär
00:49:42
unterstützen dürfen können.
00:49:44
Also,
00:49:45
das kann nicht wahr sein,
00:49:46
dass man irgendwie
00:49:47
seine Schwester,
00:49:48
seinen Bruder,
00:49:49
seinen Vater finanziell
00:49:50
unterstützen will.
00:49:50
Mit schon versteuertem Geld.
00:49:52
Mit schon versteuertem Geld.
00:49:54
Und dann,
00:49:54
und dann tut Deutschland so,
00:49:56
als wenn man hier gerade
00:49:56
Steuerhinterziehung betreibt.
00:49:58
Ne,
00:49:58
wir probieren hier gerade
00:49:59
ein Problem
00:50:01
innerfamiliär zu lösen,
00:50:02
damit ihr hier
00:50:02
nichts damit zu tun habt,
00:50:04
alle.
00:50:04
Also,
00:50:04
sowas darf nicht bestraft werden.
00:50:07
Das meine ich damit, ja.
00:50:08
Das sind so Sachen,
00:50:09
die mir spontan,
00:50:11
also ich bin wirklich.
00:50:14
Ja, aber das ist ja
00:50:15
schon mal gut.
00:50:15
Also wir vereinfachen
00:50:17
insgesamt
00:50:18
für das dazu,
00:50:19
dass man weniger Angst
00:50:20
vor diesem,
00:50:20
vor diesem ganzen Ding hat.
00:50:22
So,
00:50:23
es bleibt bei einer
00:50:23
progressiven Besteuerung,
00:50:24
aber es wird mehr differenziert
00:50:26
zwischen
00:50:27
selbstverdientem
00:50:27
und einfach so
00:50:28
entweder,
00:50:29
entweder so
00:50:30
geerbten,
00:50:31
geschenktem
00:50:32
oder einfach ohne
00:50:33
das Arbeit,
00:50:34
dem entgegensteht,
00:50:35
Geld.
00:50:36
da wird weiter differenziert
00:50:38
und
00:50:39
man darf sich
00:50:40
innerfamiliär unterstützen,
00:50:41
ohne dass Deutschland
00:50:42
irgendwie da,
00:50:44
irgendwie sein.
00:50:44
Die Hand aufhält.
00:50:45
Sein Rüssel aufhält, ja.
00:50:47
Deutschland,
00:50:48
lass dir den Rüssel raus, ey.
00:50:48
Hält aus dir den Rüssel rein.
00:50:49
Ja, ey.
00:50:50
Wie so ein Elefant
00:50:50
in so ein Zimmer.
00:50:52
Ja, oder in so einer
00:50:53
Erdnusstüte in so Comics,
00:50:54
weißt du, so.
00:50:55
So ist Deutschland.
00:50:57
Okay.
00:50:59
Nächste Frage.
00:51:04
Sag mal
00:51:05
eine Zahl
00:51:05
zwischen
00:51:06
Vier.
00:51:08
Vier.
00:51:09
Ah, das war die
00:51:10
Crowdwork-Frage,
00:51:11
die hatten wir schon.
00:51:12
Drei.
00:51:12
Drei.
00:51:13
Welches Geräusch
00:51:14
erinnert euch an eure Kindheit?
00:51:18
Ein Soft,
00:51:19
ein Schaumstoffball,
00:51:21
der gegen
00:51:21
eine Garage knallt.
00:51:23
Ah.
00:51:24
Mein Bruder
00:51:25
und ich
00:51:25
oder Freunde
00:51:26
und ich
00:51:27
bei uns in der Einfahrt.
00:51:29
Aber wie, weißt du,
00:51:30
so ein Tennisball
00:51:31
großes Ding?
00:51:31
Nee, so Fußball groß.
00:51:33
So große Vier,
00:51:33
große Fünf.
00:51:35
Und
00:51:36
da mit einfach
00:51:37
Vollgas gegen
00:51:38
die Garage gezimmert
00:51:39
immer.
00:51:40
die Garage ist relativ schmal,
00:51:42
ist keine Doppelgarage,
00:51:43
sondern eine Einzelgarage.
00:51:44
Das heißt,
00:51:44
das ist nicht oft passiert,
00:51:45
weil wenn da ein Torwart drin ist,
00:51:46
ist es schwer zu treffen.
00:51:47
Aber wenn halt
00:51:48
wirklich so
00:51:48
so.
00:51:49
Aber nimm uns mal mit,
00:51:50
was war das für ein Geräusch?
00:51:52
So ein Scheppern
00:51:53
oder so ein Klappern?
00:51:55
Ja, so eine Garage,
00:51:57
die so halb in der Angel ist,
00:51:58
die so richtig schön leidet,
00:51:59
wenn das dagegen knallt.
00:52:00
Und wir aber auch.
00:52:01
Also das Tor an sich
00:52:02
hatte so richtig Spiel.
00:52:04
Ja, so ein paar Millimeter.
00:52:05
Und dadurch ist es natürlich.
00:52:06
Was ist das für ein Material?
00:52:08
Garagenmaterial?
00:52:08
Also Wellblech.
00:52:09
Ja, so was.
00:52:10
Und wenn Papa guten Tag hatte,
00:52:12
hat er mitgespielt
00:52:13
und sonst so
00:52:13
mal leiser da.
00:52:14
Und so mal laut.
00:52:16
Und wir haben aber auch
00:52:17
eiskalt, wenn es geregnet hat,
00:52:18
da mitgespielt.
00:52:19
Und dementsprechend,
00:52:20
das war ein weißes Tor.
00:52:21
Ja.
00:52:21
War da immer,
00:52:22
waren da immer fette Abdrücke.
00:52:23
Und da war Mama dann eher sauer.
00:52:25
Und da haben wir immer,
00:52:26
durften wir aber trotzdem zocken,
00:52:27
wenn wir es dann sauber gemacht haben.
00:52:29
Ja, aber das ist
00:52:29
voll Kindheit,
00:52:31
dieses Geräusch.
00:52:31
Denke ich heute noch dran,
00:52:32
wenn da irgendwas gegenfliegt,
00:52:33
was nicht mehr so oft passiert,
00:52:34
logischerweise.
00:52:36
Ja, finde ich gut.
00:52:37
Ich glaube,
00:52:37
bei mir ist es
00:52:38
ein absolutes Kindheitsgeräusch,
00:52:40
ist, wenn sich
00:52:40
mein Vater räuspert.
00:52:42
Wäre immer so,
00:52:42
wenn wir so,
00:52:44
unser Vater hat ja
00:52:44
im Wohnzimmer gepennt.
00:52:46
Ja.
00:52:47
Und Wohnzimmer war direkt,
00:52:48
das war direkt neben dem Zimmer
00:52:50
von meinem Bruder und mir.
00:52:53
Und halt so Neubau,
00:52:54
so ganz dünne Wände.
00:52:56
Und dann lagen wir so,
00:52:58
als Kinder so
00:52:58
im Bett lagen abends.
00:53:00
Und dann hast du so mal,
00:53:01
immer aus dem Wohnzimmer gehört,
00:53:06
Und das war so,
00:53:08
das war so maximale Geborgenheit,
00:53:09
weil es immer für mich hieß,
00:53:11
Papa ist da,
00:53:12
Papa ist noch wach,
00:53:13
Papa passt auf.
00:53:16
An dem Hund musst du erstmal vorbei.
00:53:18
Ja, genau.
00:53:19
Absolutes Kindheitsgeräusch
00:53:20
und auch ein absolutes
00:53:22
Sicherheitsgeräusch.
00:53:23
Ja, das ist schön.
00:53:24
Meine Oma hat immer
00:53:25
sich so geräuspert.
00:53:28
Immer.
00:53:29
Das kann ich bis heute,
00:53:30
und ich nehme das jetzt
00:53:31
manchmal schon wahr,
00:53:32
bei meiner Mutter
00:53:33
und bei mir aber auch manchmal,
00:53:34
dass sie so,
00:53:36
meine Oma,
00:53:37
hab ich das alle
00:53:37
zwei Minuten gemacht.
00:53:38
Irgendwann haben wir auch gemerkt,
00:53:39
Oma, da war nichts zu räuspern,
00:53:41
da war ein Tick.
00:53:44
Gar nicht so unnämlich
00:53:45
wie Frankys,
00:53:45
Frankys war,
00:53:47
Ja, da hab ich nämlich
00:53:48
immer auch dran gedacht,
00:53:48
ich hab an meine Oma gedacht.
00:53:50
Also, ja.
00:53:50
Wahnsinn.
00:53:51
Okay, sag mal eine Zahl.
00:53:53
Eins.
00:53:55
Eins.
00:53:56
Einfach eine gute Frage.
00:53:57
Was war deine
00:53:58
größte Einrichtungssünde?
00:54:01
Weil jeder hat so
00:54:02
Fashionsünden.
00:54:04
Wir hatten mal in irgendeiner
00:54:04
Folge,
00:54:05
ich hab mal erzählt hier
00:54:06
von meiner dummen Hosenwahl
00:54:08
bei meiner ersten
00:54:09
Special-Aufzeichnung
00:54:10
von Kennec.
00:54:10
Ja.
00:54:11
Diese aufgeschlissene,
00:54:12
viel zu enge Dreckshose.
00:54:17
Boah.
00:54:18
Absolute Modesünde,
00:54:19
diese komischen
00:54:20
Füßlings-Sneakersocken,
00:54:21
auch absolutes Einrichtungssünde.
00:54:29
Ähm,
00:54:30
boah,
00:54:30
was könnte das sein?
00:54:32
Ich hab früher mal
00:54:33
stundenlang vor diesen
00:54:35
Postern bei Karstadt
00:54:35
Zeit verbracht.
00:54:36
Mhm.
00:54:38
Die hab ich mir
00:54:39
in diesen komischen
00:54:40
Umklappdingern.
00:54:40
Ja, ja, genau.
00:54:41
Hätt ich auch diese
00:54:42
Toiletten von oben.
00:54:43
Kennste das?
00:54:43
So Spy-Cam,
00:54:45
so ganz viele
00:54:46
verschiedene Toiletten-Situationen
00:54:47
von oben.
00:54:47
Ja, ja.
00:54:49
Also voyeuristischer Scheiß.
00:54:50
Ja, ganz merkwürdig.
00:54:51
Ähm,
00:54:52
ist wahrscheinlich
00:54:52
so eine ganz bekannte
00:54:53
Fotografie,
00:54:53
kein Plan.
00:54:55
Boah.
00:54:57
Schwierig.
00:55:00
Also ich find den
00:55:01
wahnsinnig hässlich,
00:55:02
aber natürlich war der
00:55:03
wie ein WG-Mitglied.
00:55:04
In meiner alten WG
00:55:05
hatte ich immer
00:55:06
diesen
00:55:08
ganz seelenlosen
00:55:10
klassischen Ikea-Tisch,
00:55:11
diesen weißen
00:55:12
als Couch-Tisch.
00:55:14
Also diesen
00:55:15
viereckigen,
00:55:16
der so 20 Gramm wiegt?
00:55:18
Ja, genau.
00:55:18
Wo immer
00:55:19
Krümel-Eiszee drauf war,
00:55:20
Playstation-Controller,
00:55:21
bisschen Gras.
00:55:23
Ecken abgeknibbelt,
00:55:24
Ecken abgeknibbelt.
00:55:26
Was lag da noch drauf?
00:55:27
So ein Teller,
00:55:28
tiefer Teller
00:55:29
mit eingetrockneter Tomatensauce.
00:55:30
Das hab ich so,
00:55:31
dieses Bild hab ich immer.
00:55:33
Ja, der ist hässlich,
00:55:34
aber der macht, was er soll.
00:55:35
Das ist ein Arbeitsschwein.
00:55:36
Ich hatte aber auch
00:55:36
den geschwungenen Ikea-Spiegel.
00:55:38
Ich hab aber gehört,
00:55:38
dass der jetzt auch wieder modern wird.
00:55:40
Der ist hart, der ist schlimm.
00:55:41
Ja.
00:55:42
Den find ich schlimm.
00:55:42
Deswegen ist schwer,
00:55:43
was man so.
00:55:44
Ich hatte meiner,
00:55:45
also bei mir
00:55:47
spielt's in der selben Zeit.
00:55:49
Auch so Studentenzeit so.
00:55:51
In Marburg
00:55:52
hab ich von
00:55:54
meinen Kumpels,
00:55:55
also es hieß,
00:55:56
ich zieh nach Marburg zum Studieren,
00:55:57
haben die mir eine riesengroße,
00:56:00
ich würd sagen,
00:56:03
ja,
00:56:04
1,50m in der Höhe
00:56:07
mal 3,50m
00:56:09
Berlin-Flagge geschenkt.
00:56:11
Oh!
00:56:12
Mit den Bären, also das Wappen.
00:56:14
Ja, genau.
00:56:15
Die ist weiß-rot
00:56:17
und also
00:56:17
rot-weiß-rot
00:56:19
und in der Mitte halt
00:56:21
das Wappen mit den Bären hier.
00:56:23
Und die hab ich mir einfach,
00:56:25
das war eine komplette Wand
00:56:27
von meinem WG-Zimmer in Marburg.
00:56:30
Und ich hab das damals
00:56:31
wirklich mit Stolz da aufgehangen
00:56:33
und ich fand das auch wirklich,
00:56:36
ich fand das optisch ansprechend.
00:56:38
Ja.
00:56:40
Und mein Zimmer,
00:56:40
also mein WG-Zimmer in Marburg
00:56:42
war einrichtungstechnisch
00:56:43
wirklich ein einziges Kapitalverbrechen.
00:56:46
Weil ich hab mir von irgendeinem Kumpel
00:56:49
so über Ecken,
00:56:50
bei dem ist jemand ausgezogen
00:56:52
aus der WG,
00:56:53
seine Mitbewohnerin
00:56:54
und die ist auch aus Marburg raus
00:56:55
und die wollte ihre ganzen Möbel loswerden.
00:56:57
Da hab ich so für 80 Euro
00:56:58
einfach alles gekauft,
00:56:59
was sie hatte.
00:57:00
Das war so eine hässliche Couch,
00:57:02
das war so eine komische Kleiderstange,
00:57:05
irgendwie so Tatami-Matten,
00:57:06
also diese japanischen Holzmatten,
00:57:08
die man so auf den Boden legt.
00:57:10
Da hab ich dann meine Matratze raufgelegt.
00:57:13
Ich hab immer auf dem Boden geschlafen quasi
00:57:14
und nur so Sachen,
00:57:16
die nicht zusammengepasst haben.
00:57:17
Mein Schreibtisch waren einfach so
00:57:18
zwei so Bretter auf so Malerböcken
00:57:23
und dieses Zimmer sah so scheiße aus.
00:57:27
Könntest du nur auf dem Boden schlafen,
00:57:28
vom Rücken her?
00:57:30
Also eine Nacht, ja,
00:57:32
aber dieses...
00:57:32
Ich weiß gar nicht,
00:57:34
also ich find's eher eklig,
00:57:35
einfach so bodennah zu liegen mittlerweile.
00:57:37
Aber ich hab da wirklich
00:57:38
vier Jahre auf dem Boden geschlafen.
00:57:39
Ich hab einen Kumpel in Schwerin
00:57:42
vor zwei Jahren besucht
00:57:44
und da hab ich auf einer Luftmatratze geschlafen
00:57:45
und da ist über Nacht die Luft rausgegangen.
00:57:48
Am nächsten Morgen,
00:57:49
das hat zehn Minuten gedauert,
00:57:51
bis ich stand, glaub ich.
00:57:53
Das ist vorbei,
00:57:54
dass man so,
00:57:54
oh, das war meine Nacht.
00:57:55
Naja, Käffchen.
00:57:56
Ich stand da wirklich wie so eine Opa.
00:57:58
Ich musste mich so seitlich so hochrollen,
00:58:00
so wie taub.
00:58:02
Das hat man irgendwie gelähmt.
00:58:03
Völlig irre.
00:58:05
Die Wohnung war auch in einem Fachwerkhaus.
00:58:07
Das heißt,
00:58:07
da hast du ganz niedrige Decken
00:58:09
und war halt irgendwie so 1600 irgendwas.
00:58:12
Das Haus war alles krumm und schief und bla.
00:58:14
Und dann hat irgendwie mein Vormiet,
00:58:16
also der, der vorher da gewohnt hat,
00:58:17
hat aus irgendeinem mir unbegreiflichen Grund
00:58:20
die Fenster,
00:58:22
also die Fensterrahmen
00:58:25
so in so einem ganz hässlichen, knalligen Blau gestrichen.
00:58:28
Den Türrahmen blau.
00:58:31
Und das sah so scheiße aus.
00:58:32
Ich poste,
00:58:33
ich such mal Fotos aus der WG-Zeit.
00:58:35
Also dieses Zimmer,
00:58:36
das sah so übel aus, Alter.
00:58:38
Und über allem dann thront diese fette Berlin-Flagge, Alter.
00:58:42
Das ist abgefahren.
00:58:43
Das war hart.
00:58:44
Eine richtige Sünde fällt mir nicht ein,
00:58:45
aber ich glaub,
00:58:46
dieser Ikea-Tisch,
00:58:47
aber der war ja trotzdem,
00:58:48
der ist ja wie so ein kleiner, nerviger Bruder.
00:58:50
Ja.
00:58:50
Der ist dann ja trotzdem,
00:58:52
der nervt einen,
00:58:52
aber irgendwie ohne den wäre auch doof gewesen.
00:58:54
Ohne den geht es auch nicht.
00:58:56
Ja.
00:58:57
Okay, komm,
00:58:58
zwei Fragen machen wir noch.
00:58:58
Ja, los.
00:58:59
Dann die sieben.
00:59:01
Die sieben hätte er gerne.
00:59:03
Was ist dein Lieblingskompliment?
00:59:06
Also welches Kompliment ...
00:59:07
Das ist eine sehr schöne Frage.
00:59:08
Welches Kompliment freust du dich am meisten?
00:59:10
Krass,
00:59:11
dass wir uns diese Frage noch nie gestellt haben.
00:59:14
Das ist eine sehr gute Frage.
00:59:15
Sehr schöne Frage.
00:59:16
Also da schwingt ja quasi mit,
00:59:17
was es einem selber ...
00:59:19
Das tut dir auch gut, ne?
00:59:21
Wie meinst du?
00:59:21
Was tut ...
00:59:22
Das schwingt auch mit.
00:59:24
Ja genau,
00:59:24
was ist dir so wichtig,
00:59:26
dass du anscheinend viel Wert darauf legst
00:59:28
und wenn du da dann noch ein Kompliment für bekommst,
00:59:31
also das ist ja wahrscheinlich so die Frage.
00:59:34
Also was ist dir eigentlich am wichtigsten,
00:59:36
dass Leute das irgendwie gut finden an dir?
00:59:39
Oder?
00:59:40
Das ist ja das Kompliment.
00:59:42
Dann wäre sowas wie schöne Augen zum Beispiel komplette Scheiße.
00:59:45
Da kannst du nichts für ...
00:59:45
Nein.
00:59:46
Generell sich zu bedanken für Äußerlichkeiten
00:59:48
ist eigentlich totaler Quatsch,
00:59:49
wenn man drüber nachdenkt.
00:59:51
Wenn jemand irgendwie ...
00:59:52
Also wenn jemand irgendwie sagt so,
00:59:54
du hast so schöne Knie,
00:59:55
dann ist ein Dankeschön eigentlich totaler Quatsch.
00:59:57
Weil du hast ja nichts für gemacht.
00:59:58
Oder deine schönen Haare oder weiß ich was.
01:00:00
Das finde ich übrigens komisch,
01:00:01
dass so Komplimente wie,
01:00:03
du hast schöne Augen,
01:00:05
wird irgendwie als tiefgründiger oder so
01:00:09
oder als weniger oberflächlich wahrgenommen als die Aussage,
01:00:13
du hast einen schönen Körper.
01:00:15
Dabei hat ein schöner Körper ja viel mehr mit Leistung zu tun.
01:00:19
Also einen schönen Körper kannst du aktiv beeinflussen
01:00:21
bis zu einem gewissen Punkt.
01:00:23
Aber für deine Augen kannst du absolut gar nichts.
01:00:25
Das ist ganz komisch.
01:00:26
Verstehst du, wie ich meine?
01:00:27
Ja, total.
01:00:29
Das eine wirst du als so,
01:00:30
boah, ist ein stumpfes Arschloch.
01:00:32
Und das andere so,
01:00:33
achtet auf Augen.
01:00:35
Lieblingskompliment.
01:00:37
Ich glaube, mein Lieblingskompliment ist,
01:00:39
wenn Leute sagen, du bist immer so gut drauf.
01:00:41
So ansteckend.
01:00:42
Das hat mir mal jemand gesagt.
01:00:43
Echt?
01:00:44
Ja.
01:00:46
Warum findest du das gut?
01:00:50
Ich glaube, man will ja irgendwas gewesen sein.
01:00:54
Auch auf diesem, also ich zumindest, auf diesem Planeten.
01:00:57
Und wenn ich dafür gesorgt habe,
01:00:59
dass Leute manchmal eine bessere Laune hatten als vorher,
01:01:01
bevor ich im Raum war,
01:01:02
dann ist das, finde ich, schon sehr schön.
01:01:05
Und das finde ich so als Aufgabe,
01:01:07
man fragt sich ja manchmal, warum, was ist meine Aufgabe hier?
01:01:11
Und wenn es ein bisschen darum geht,
01:01:12
dass die Leute eine bessere Zeit hatten,
01:01:15
das ist ja auch, finde ich, ein super Kompliment,
01:01:17
was wir hier oft kriegen.
01:01:19
Also wir haben das ja, und dann in dem Fall ich,
01:01:21
weil ich meinte das ja jetzt auf mich bezogen,
01:01:23
auch zum Beruf gemacht,
01:01:24
dieses, dass wir so schön ablenken.
01:01:27
Oder auch, Koppa, du lenkst da schön so ab,
01:01:30
du lenkst mal von dem ganzen Scheiß im Fußball ab,
01:01:32
mal wieder das Schöne im Fußball sehen.
01:01:33
Oder bei Hack,
01:01:35
ich freue mich so, diese Stunde mal Quatsch,
01:01:38
die beiden Jungs sich Scheiße erzählen,
01:01:40
mal kurz ablenken von dem ganzen Quatsch da draußen.
01:01:43
Das finde ich ein wahnsinnig schönes Kompliment jedes Mal.
01:01:45
Weil das ist ja irgendwie auch unsere Aufgabe.
01:01:47
Also ich finde Entertainment schön und gut,
01:01:50
und das ist ja alles Quatsch hier und so,
01:01:51
aber wir haben ja auch einen Job zu erledigen, finde ich.
01:01:53
Also ich finde, man muss auch ein bisschen so,
01:01:55
wir haben was zu erledigen, das ist Arbeit.
01:01:58
Und das ist so unsere Aufgabe.
01:02:00
Und die darf man auch nicht,
01:02:02
die muss man auch ernst nehmen und Respekt davor haben,
01:02:05
vor dieser Darstellungsform, finde ich.
01:02:07
Und es nicht zu quatschig machen,
01:02:08
wie wir damals in Gelsenkirchen,
01:02:10
wo wir besoffen auf die Bühne gegangen sind,
01:02:11
weil wir dachten, das kriegen wir schon irgendwie hin,
01:02:12
weil scheiße, weil wir es nicht ernst genommen haben in dem Moment.
01:02:15
Ich glaube, es hat trotzdem funktioniert.
01:02:16
Ja, aber es wäre besser gewesen.
01:02:19
Deswegen machen wir es ja auch nicht mehr so.
01:02:21
Weil man muss es schon ernst nehmen auch.
01:02:23
Ja, klar.
01:02:24
Oder Respekt vor den Hörern haben.
01:02:27
Und das ist das Kompliment, das liebe ich.
01:02:28
Ich glaube, bei mir ist es auch einfach,
01:02:29
ich freue mich am meisten, wenn jemand sagt,
01:02:31
dass ich witzig bin.
01:02:34
Vor allem, wenn ich den Großteil des Tages arbeite.
01:02:37
Also das auch.
01:02:38
Und dann auch das, was da so mitschwingt.
01:02:41
Wenn Leute lachen, geht es ihnen in dem Moment gut.
01:02:44
Wenn du laut lachst, dann ist in dem Moment alles in Ordnung.
01:02:49
Und dafür zu sorgen,
01:02:50
das ist einfach wirklich das Beste, was man machen kann.
01:02:51
Weil Leute gut drauf sind.
01:02:53
Ich weiß nicht, ob das Schiller gesagt hat,
01:02:55
der Mensch ist nur der Mensch, wo er spielt.
01:02:57
Ich glaube, Schiller hat das gesagt, keine Ahnung.
01:02:58
Aber ich weiß auch, was der da meint.
01:02:59
Wenn du irgendwas spielst, ist eigentlich alles in Ordnung.
01:03:03
Ich weiß nicht, ob der das so gemeint hat,
01:03:04
aber ich habe es immer so interpretiert.
01:03:06
Wenn du anfängst, den Ball zuzuwerfen,
01:03:09
oder mit einem Kind irgendwas zockst,
01:03:11
oder mit einem Hund und so,
01:03:12
dann hast du in dem Moment nichts anderes.
01:03:15
Und bei Lachen ist es genauso.
01:03:16
Genau, was ich wirklich am liebsten mache,
01:03:18
nach den Shows,
01:03:21
ist mir die Fotos von Marvin Ruppert anzugucken,
01:03:23
die Publikumsfotos.
01:03:24
Das sind einfach tausende fremde Menschen,
01:03:26
die da einfach alle lachen.
01:03:28
Das ist so geil.
01:03:31
Ja, ist super.
01:03:32
Okay, Tommi, letzte Frage.
01:03:34
Eine machen wir noch, komm.
01:03:36
Ich gucke gerade mal durch,
01:03:38
ob ich noch eine gerne stellen möchte.
01:03:49
Hier ist noch so eine Frage,
01:03:50
die einem potenziell auf die Füße fallen könnte.
01:03:52
Würdet ihr irgendwas machen lassen,
01:03:55
in Klammern Botox, etc.?
01:03:57
Wo man dann so sagt,
01:03:57
auf keinen Fall.
01:03:59
Und dann irgendwann,
01:04:01
so ein aufgespritztes Schwein.
01:04:04
So ein Jim Carrey nach hinten gezogenes Gesicht.
01:04:06
Ja, ey.
01:04:07
Sehe ich aber bei mir nicht passieren, ehrlich gesagt.
01:04:11
Irgendwann drüber hinweg vielleicht.
01:04:12
Ich sage nochmals nie,
01:04:13
ich habe ja schon gesagt,
01:04:16
Ende 40, Anfang 50
01:04:17
starte ich meine Testo-Kur.
01:04:21
Testo-Wachstumshormone.
01:04:23
Aber das ist so eine halbe Frage.
01:04:26
Was ist die beste Kissengröße?
01:04:28
Kissen?
01:04:32
Ich finde ja diese...
01:04:35
Verändert sich nämlich
01:04:36
auch im Alter.
01:04:37
Das ist jetzt unbezahlte Werbung,
01:04:39
aber diese Blackroll-Kissen sind schon geil.
01:04:42
Diese kleinen,
01:04:43
die man so mitnehmen kann und so.
01:04:46
Ich finde nach wie vor,
01:04:47
aber dann sieht man,
01:04:48
das ist keine Werbung,
01:04:49
ich finde die Größe scheiße,
01:04:52
aber die...
01:04:55
Ich brauche so ein bisschen Fläche.
01:04:57
Und das ist so klein,
01:04:58
das ist so ein Mäusekissen.
01:05:00
Ich lege gerne auf den Bauch
01:05:02
und Kopf zur Seite zum Beispiel
01:05:03
und habe dann die Arme beide so unterm Kissen.
01:05:06
Manchmal.
01:05:08
Du schläfst wie so ein verliebter Teenager.
01:05:10
Oder so auf der Seite liege
01:05:12
und eine Hand so unterm Kissen.
01:05:13
Wenn das so klein ist,
01:05:16
würdest du die Hand unter so eine Servierte legen.
01:05:18
Es gibt keinen Space.
01:05:20
Aber die Höhe ist perfekt.
01:05:24
Früher war immer so
01:05:25
diese klassischen 80x80
01:05:28
Schlabber-Fluffy-Kissen.
01:05:29
Die musst du aber immer sandwichen mittlerweile.
01:05:31
Und eigentlich sind die scheiße.
01:05:35
Erwachsen werden heißt auch,
01:05:36
so härtere, kleinere Kissen zu haben.
01:05:39
Das ist im Wesentlichen
01:05:41
Erwachsen werden.
01:05:42
Und du brauchst irgendwie
01:05:45
also diese Riesendinger,
01:05:47
die funktionieren bei mir auch nicht mehr.
01:05:48
Die sind so irgendwie natürlich
01:05:50
gemütlicher, aber eigentlich auch nicht.
01:05:53
Man braucht ein gutes,
01:05:55
humorloses Kissen.
01:05:56
Ein Kissen muss humorlos sein.
01:05:58
Ich freue mich auf die Zeit
01:06:01
als Rentner,
01:06:01
weil ich finde, das ist so eine Opa-Action,
01:06:04
auf dem Rücken schlafen einfach.
01:06:06
Hinlegen, wie eine Mumie,
01:06:08
Kopf nach oben und dann schlafen,
01:06:09
weil dann ist jedes Kissen eigentlich okay.
01:06:11
Auf dem Rücken schlafe ich immer, wenn ich nachts
01:06:13
aufgewacht bin und wieder einschlafen will.
01:06:15
Dann schlafe ich immer auf dem Rücken weiter.
01:06:17
Ich exakt auch.
01:06:22
Langweilige Podcasts
01:06:23
mache ich mir sofort an.
01:06:24
Um 4 Uhr gehe ich pinkeln,
01:06:26
gehe ins Bett.
01:06:27
Und damit die Gedanken nicht kreisen,
01:06:29
weil dann bleibe ich halt wach, mache ich irgendwas sofort an.
01:06:31
Aber ich habe immer lange nicht auf dem Rücken geschlafen,
01:06:33
weil ich bei Chore 11 als Kind gesehen habe,
01:06:34
wie einer mit dem Kissen erstickt wurde.
01:06:35
Da habe ich mir immer gedacht, wenn ich mich jetzt seitlich hinlege,
01:06:37
werde ich auf keinen Fall umgebracht,
01:06:38
weil der Mörder dann mit dem Kissen so über mir steht.
01:06:41
Jetzt weiß ich auch nicht, wie ich das jetzt hier machen soll.
01:06:44
Aber dafür ist so ein kleines Kissen ja ein Gut.
01:06:47
Aber ab 70 ist mir das auch egal.
01:06:49
Dann soll er halt machen mit dem Kissen.
01:06:50
Ja, komm, mach.
01:06:52
Das war's.
01:06:53
Ich mag auch,
01:06:55
die müssen so perfekt
01:06:58
so hoch sein,
01:07:00
wie die Strecke
01:07:03
von Schulter bis Hals.
01:07:04
Dass der Kopf genau gerade liegt.
01:07:07
Aber es muss noch genug Platz sein für Arme.
01:07:09
Und was ich halt bei diesen
01:07:11
festeren Kissen nicht mag,
01:07:12
ist, dass du die selber
01:07:15
nicht beeinflussen kannst.
01:07:16
Und wir haben mal so Kissen geschickt bekommen,
01:07:18
ich weiß nicht, wie die heißen.
01:07:19
Die werden sich jetzt richtig ärgern,
01:07:20
die sind die perfekte Mischung.
01:07:25
Die sind humorlos hart unten,
01:07:27
haben aber noch so einen sandigen
01:07:28
Oberteil.
01:07:30
Und da hast du noch dieses,
01:07:33
wo du so
01:07:34
was sich perfekt nach deinem Kopf
01:07:36
formt, dann kannst du mit den Armen
01:07:37
kannst du dann auch so dir das so
01:07:39
zurechtdrücken, deine eigene Kuhle
01:07:41
kannst du dir ja bauen, aber du kannst die auch umdrehen
01:07:43
und dann hast du einfach nur das
01:07:45
Harte und Humorlose.
01:07:47
Und die sind insgesamt ein bisschen länger.
01:07:49
Das sind eigentlich die besten Kissen.
01:07:51
Wo würdest du in deiner Wohnung schlafen,
01:07:53
wenn du wie so ein Hund oder eine Katze,
01:07:55
wenn alles bequem ist, jeder Untergrund, wegen Fell.
01:07:57
Ja.
01:07:58
Würdest du dann in deinem Schlafzimmer schlafen?
01:08:00
Ja, ich habe mir ein Schlafzimmer schon so gebaut,
01:08:02
dass es der beste Ort zum Schlafen ist.
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Ich glaube, ich würde im Wohnzimmer unter irgendeinem Fenster pennen.
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So unter der Heizung oder so.
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Mein Wohnzimmer war zu hell.
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Ja, das ist dem Hund ja egal, oder?
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Sagt ein Hund so, boah, ist der hell jetzt schon um fünf?
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Ich weiß nicht, wie das Kissen heißt.
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Komm, ich sehe schon.
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Die lassen da jetzt richtig Korken knallen im Dings.
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Du bist aber auch was Schlechtes zu dir.
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Das habe ich ja auch bei meinem Kissen gesagt.
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Ja, kann ich dir sofort sagen.
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Der Bezug sieht scheiße aus.
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Ja, finde ich gut.
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Ja, es ist nur der Bezug.
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Dem muss man ein bisschen gemütlicher
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vielleicht mal ein paar Farbvarianten,
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ein bisschen Seele in den Bezug reinbringen.
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Aber die Firma heißt TeraLine
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und das Kissen heißt,
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der Name ist auch scheiße, das Kopfkissen.
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Ja, der Name ist...
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Sowas doppelt ironisches.
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Das soll ja wahrscheinlich heißen, das Kopfkissen.
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Aber für mich ist es wirklich das Kopfkissen.
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Du sagst immer, das Kopfkissen.
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Und vielleicht könnte man
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noch überlegen...
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VW hätte das einfach so genannt.
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VW, das Auto.
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Und nicht das Auto.
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Das Auto.
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Vielleicht könnte man sich überlegen,
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ihr Kissenatzen, ob man davon noch
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eine Reiseversion irgendwie hinkriegt.
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Die gibt es ja bei meiner.
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So, jetzt wird es doch hier eine Werbeveranstaltung.
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Dein Kissen habe ich auch.
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Ich mag das auch.
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Ich mag das auch.
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Farbe ist auch scheiße.
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Ja.
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Bin ich in den Laden gegangen,
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hab so, hier, ich brauch einen kleinsten Bezug dafür.
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Weil der...
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Ja, genau.
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Dann musst du schön direkt den Bezug extra kaufen.
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Das ist hier wie Apple.
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Du musst dir jeden Scheiß extra kaufen.
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Da nochmal drüber.
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Vielleicht kriegt man davon noch ein kleines handliches Reiseformat hin.
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Ohne, dass es die Seele verliert.
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Aber mit den beiden Kissen ist man sehr gut aufgestellt.
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Muss man ganz klar so sagen.
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Kein Geld für bekommen.
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Wir sind total offen dafür,
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Geld zu nehmen.
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Also, ich nehme
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500.000.
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Und ein Kissen noch.
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Und ein Kissen noch extra.
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Bevor ich jetzt Nachrichten bekomme,
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ich habe mir nicht von denen einen Bezug gekauft,
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sondern ich bin in einen Kissenbezug-Laden-Abteilung gegangen.
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Ja, weil die es nicht mitliefern.
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Guck mal, was für eine Situation die ich gebracht habe.
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Peinlich.
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Ich bin wirklich mit dem Kissen in den Laden,
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wie so ein Kind mit einem Stofftier in der Hand.
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Hier, dafür brauche ich ein Kissen.
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Komm, machen wir einen Sack zu.
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Das waren schöne Fragen der Leute.
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Leute, ich sage euch einen schönen Tag für diese Woche.
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Vielen Dank fürs Zuhören.
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Nehmt Bezug zu den Sachen,
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wo ihr das Gefühl habt, Bezug nehmen zu wollen.
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Wir hören uns nächste Woche Mittwoch wieder.
01:10:32
Mittwoch ist und bleibt.
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Ihr wisst ja Bescheid, Alter.
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Wir senden durch.
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Bleibt gesund, bleibt stabil, seid mit lieb zueinander.
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Mein Name ist Felix Lobrecht.
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Letzten Wort hat wie immer der wunderbare Tommi Schmitt.
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Wie viel drückst du im Bankdrücken?
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Boah.
01:10:50
Maximal?
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Mein Max auf dem Peak war mal 110.
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So einmal.
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Okay, das reicht schon.
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Das ist der egale Fakt für heute.
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Felix Lobrecht drückte mal 110 Kilogramm.
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Drückte mal ist wichtig.
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Also 100.
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90 machst du.
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Felix Lobrecht drückt aktuell 90 Kilogramm.
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Tschüss.
01:11:09
Tschüss.